RECORD: Fitzinger, Leopold Joseph Franz Johann. 1826. Neue classification der Reptilien nach ihren natürlichen verwandtschaften: Nebst einer Verwandtschafts-Tafel und einem Verzeichnisse der Reptilien-Sammlung des K. K. Zoologischen Museum's zu Wien. Vienna: J. G. Heubner.

REVISION HISTORY: Transcribed (single key) by AEL Data 12.2013. RN1

NOTE: This work formed part of the Beagle library. The Beagle Library project has been generously supported by a Singapore Ministry of Education Academic Research Fund Tier 1 grant and Charles Darwin University and the Charles Darwin University Foundation, Northern Territory, Australia.


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NEUE CLASSIFICATION

DER

REPTILIEN

NACH IHREN

NATÜRLICHEN VERWANDTSCHAFTEN.

NEBST

EINER VERWANDTSCHAFTS- TAFEL UND EINEM VERZEICHNISSE DER REPTILIEN -
SAMMLUNG DES K. K. ZOOLOGISCHEN MUSEUM'S ZU WIEN.

VON

L. I. FITZINGER.

WIEN, 1826.

IM VERLAGE VON J. G. HEUBNER.

S

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SEINER HOCHWOHLGEBOREN

DEM

HERRN

D. CARL VON SCHREIBERS,

der österreichischen Erblande Ritter und Laudstande in Nieder - Oesterrcich, k. k. n. ö. Regierungs - Rathe und Director der k. k. Hof-Naturalien-Cabinete; Mitgliede der medicinischen Facultät zu Wien und der k. k. Landwirth-schafts - Gesellschaften zu Wien und Grätz; der königl. Academie der Wissenschaften zu München; der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen; der königl. Academie der Wissenschaften zu Duhlin in Irland; der ehemals kaiserl. Leopoldinisch-Carolinischen Academie der Naturforscher zu Bonn; der königl. Academie nützlicher Wissenschaften zu Erfurt; der Societät der medicinischen Facultät und jener für National-Industrie, dann der philomatischen Gesellschaft zu Paris; der Gesellschaft für Künste und Wissenschaften zu Lille; der kaiserl. Gesellschaft der Naturforscher zu Moscow; der Academie für Naturwissenschaften zu Philadelphia in Nord - Amerika; der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, und der naturforschenden Gesellschaften zu Jena, Leipzig, Hanau, Marburg; der mineralogischen Gesellschaften zu Jena, Petersburg, Dresden; der Werner'schen Societät für Naturkunde zu Edinburg; der Senkenbergischen naturforschenden Gesellschaft zu Frankfurt am Main; der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde zu Dresden; der physisch - medicinischen zu Erlangen und der pharmaccutischen zu St. Petersburg; der niederrheinischen Gesellschaft für Natur- und Heilkuude zu Bonn; der kaiserl. Gesellschaft des Ackerbaues zu Moscow; der Societät für Forst- und Jagdkunde zu Dreissigackcr u.s.w. Mitgliede, und der mineralogischen Societät zu Jena ordentlichem Assessor,

ausinniger Verehrung

gewidmet

vom Verfasser.

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Hochwohlgeborner Herr!

Sie waren es, der mir schon in früher Jugend den Keim zur Liebe für Naturwissenschaft einpflanzte, durch Sie ward ich angeregt Erpetologie und Ichthyologie zum Hauptgegenstande meines Studiums zu wählen, zwei Zweige der Naturgeschichte in welchen noch vieles zu thuen erübriget. Mit der grössten Liberalität gestatteten Sie mir die Untersuchung und Benützung der reichen kaiserl. Sammlungen, mit der grössten Zuvorkommenheit unterstützten Sie mich in allen meinen Unternehmungen und gaben mir alle Hülfsquellen an die Hand, deren ich benöthigte. An Ihrer Seite und unter Ihrer einsichtsvollen Leitung habe ich mir alle jene Kenntnisse erwor-

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ben, welche mich in den Stand setzen als Schriftsteller in diesen Fächern aufzutreten. Wem sollte ich daher dieses Werkchen zueignen als Ihnen, der Sie an meiner naturhistorischen Laufbahn den grössten Antheil nahmen. Möchten Sie hierin das Bestreben erkennen, Ihnen einen schwachen Beweis meiner Dankbarkeit und Achtung zu geben.

L. I. Fitzinger.

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VORREDE.

Das höchste Ziel jedes Naturforschers ist ein natürliches System, ein System in welchem die Naturgegenstände nach ihrer grössten Aehnlichkeit, nach ihren natürlichen Verwandtschaften an einander gereiht sind. Ein solches System gibt uns ein getreues Bild von dem allmähligen stufenweisen Fortschreiten der Natur in Worten ausgedrückt. Die grösste Schwierigkeit zur Erreichung dieses Zweckes liegt in der richtigen Auswahl der Kennzeichen und in der richtigen Bestimmung ihres Ranges, und wie leicht es sey hierbei in künstliche Methoden zu verfallen, weiss jeder, der sich mit natürlichen Classificationen abgegeben hat. Noch immer vermissen wir in der Erpetologie ein System, das den Forderungen, welche man an ein natürliches System stellen kann, vollkommen entspräche, und das einzige, welches man noch am ersten so nennen könnte, ist jenes von Oppel, welches aber mit den Fortschritten, welche in der Erpetologie seitdem gemacht wurden, nicht mehr im Einklange steht. Ich habe es daher versucht mich an dieses Werk zu wagen, und übergebe hiermit der wissenschaftlichen Welt das Resultat vieljähriger Untersuchung.

Der Liberalität des k. k. n. ö. Regierungs - Rathes und Directors des k. k. naturhistorischen Museum's Herrn Carl Ritter von Schreibers verdankte ich die Gelegenheit eine der reichsten und vollständigsten Sammlungen in der Welt, jene am k. k. naturhistorischen Museum zu Wien untersuchen zu können. Durch die überaus interessanten Mittheilungen Seiner Durchlaucht des Prinzen Maximilian von Wied - Neuwied, des Herrn Directors Lichtetistein zu Berlin, des Herrn Conservators Boie zu Leyden, des Herrn Professors Gravenhorst zu Breslau, des Herrn Professors Leuckart zu Heidelberg, und meines verewigten Freundes Dr. Hemprich aus Berlin, erhielt ich reichliche Unterstützung in meinem Unternehmen, und gebe dafür hier öffentlich meinen Dank zu erkennen. Ich ward hierdurch in den Stand gesetzt die Angaben früherer Naturforscher prüfen, selbe hie und da berichtigen und mein Vorhaben guten Muthes in Ausführung bringen zu können. Ich wählte die analytische, dichotomische Methode, welche Dumeril in seiner „Zoologie analytique" mit dem besten Erfolge anwendete. Jeder Tabelle fügte ich einen Commentar bei, der meine Ansichten rechtfertiget und über die Verwandtschaften der Gat-

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tungen Aufschluss gibt. Zur leichteren und deutlicheren Uebersicht habe ich auch eine Verwandtschafts - Tafel beigefügt.

Da wir bisher bei der Classe der Reptilien noch immer eine deutsche Nomenclatur der Gattungen vermissen und die wenigen bereits bestehenden deutschen Gattungsnamen zu unbestimmt und zusammengesetzt sind, so habe ich versucht, um jede Verwirrung zu beseitigen, nach Art der französischen und englischen Naturforscher die nateimschen Gattungsnamen auch im Deutschen zu gebrauchen und in dentsche Ausgänge zu bringen, wesshalb sie auch den lateinischen Namen beigesetzt sind. Diejenigen Gattungen, welche ich nicht selbst zu untersuchen Gelegenheit fand, habe ich mit einem Sternchen bezeichnet.

Als Anhang fügte ich noch ein Verzeichniss der reichen Reptilien-Sammlung des k. k. naturhistorischen Museuin's zu Wien bei, welche ich während eines Zeitraumes von neun Jahren besorgte und die von mir selbst bestimmt und nach diesem meinem Systeme geordnet wurde.

In der Annahme der specifischen Namen bin ich bei jeder einzelnen Gattung denjenigen Autoren gefolgt, von welchen wir entweder hierüber Monographien besitzen oder welche das meiste Licht über selbe verbreitet haben. Die von mir bereits beschriebenen Arten sind mit einem m (mihi) bezeiehnet, eben so jene, welche zwar von anderen Autoren schon beschrieben waren, nach meiner Ansicht aber in eine andere Gattung fielen. In einem solchen Falle fügte ich jederzeit dasjenige Synonym bei, von welchem ich den specifischen Namen entlehnte.

Ganz neue Arten sind mit einem M (Mihi) bezeichnet, mit Ausschluss jener, welche von den kaiserl. österreichischen Naturforschern in Brasilien entdeckt wurden und welche bis zur weiteren Bekanntmachung von Seite der Entdecker, einstweilen unter der Bezeichnung Mus. Vindob. aufgeführt erscheinen.

Eine Beifügung von Diagnosen hielt ich aus dem Grunde für entbehrlich, weil diese neuen von mir benannten Arten eben so wie die Hemprich'schen, dessen Schriften mir als ein Erbtheil zufielen, ehestens von mir werden beschrieben werden.

Die von meinem Freunde Herrn Boie benannten Arten sollen nächstens in einem besonderen Werke erscheinen, das unter dem Titel „Erpétologie de Java" an's Licht treten wird.

In wie ferne es mir gelungen ist dem vorgesteckten Ziele mich zu nähern, überlasse ich der gründlichen Beurtheilung meiner Leser, und habe ich auch gleich nicht etwas vollkommenes geliefert, so hoffe ich doch wenigstens der Wahrheit ziemlich nahe gekommen zu seyn.

Wien am 4. Junius 1826.

Der Verfasser.

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REPTILIA. Reptilien.

VASA IN APPARATU CONTINUO. SCELETON. PULMONES. SANGUINIS CIRCULATIO DUPLEX IMPERFECTA.

Reptilien sind alle jene Thiere, welche ein in sich geschlossenes Gefässsystem, Skelet, Lungen, und unvollkommen doppelten Kreislauf haben. Als Nebencharaktere sind noch anzuführen, rothes kaltes Blut, keine Brüste, weder Haare noch Federn, und zähes Leben. Sie nehmen den dritten Rang in der Reihe der Thierclassen ein, und stehen in der Mitte zwischen Säugethieren, Vögeln und Fischen. Aristoteles setzte sie in zwei verschiedene Abtheilungen seiner ersten Classe ζῶα ὲναίμα (Thiere mit Blut), welche er τετξαπὸδα 'ωοτώχα (vierfüssige eyerlegende), und ὰπὸδα τὰ μὲν ὰπτεξυχὶα, ὂφις (fusslose aber ohne Flossen, Schlangen), nannte. Plinius hatte sie unter seinen beiden Abtheilungen Terrestria (auf dem Lande lebende), und Aquatilia (im Wasser lebende), mit Thieren aus allen Classen zusammengeworfen, und Isidor von Sevilla brachte sie unter den Benennungen Serpentes et Dracones (Schlangen und Drachen), und Pisces (Fische), gleichfalls mit Thieren aus anderen Classen und fabelhaften Geschöpfen, in eine und dieselbe Abtheilung. Ein gleiches that Albertus Magnus, der sie in drei Abtheilungen versetzte, Pisces (Fische), Serpentes, omnes repentes vermes et hujusmodi insecta (Schlangen, alles kriechende Gewürm und dergleichen Ungeziefer), und Animalia exsanguia (blutlose Thiere)! — Ebenso stellte sie Gessner in den Abtheilungen Quadrupeda ovipara (eyerlegende Quadrupeden), Pisces et omnia Aquatilia (Fische und sämmtliche Wasserthiere), und Dracones et Serpentes (Drachen und Schlangen), mit Thieren aus anderen Classen und fabelhaften Gebilden zusammen. Wotton war der Erste, der die Fabeln verbannte, und die Reptilien in eine Classe vereinigte, die er Lacertae oviparae et Serpentes (eyerlegende Eidechsen und Schlangen), nannte. Aldrovand, die Fabeln seiner Vorgänger wieder aufnehmend, trennte sie auch wieder in zwei Classen, Quadrupeda ovipara (eyerlegende Quadrupeden), und Dracones et Serpentes (Drachen und Schlangen). Mit Ray geschah jener kräftige Schritt, die Fabeln aus der Naturgeschichte für immer zu verbannen. Er verschmolz die Reptilien wieder in eine Classe, die er mit dem Namen Quadrupeda depilala et Serpentes (haar-

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lose Quadrupeden und Schlangen), belegte, und Linné stellte für dieselben den Namen Ampbibia (im Wasser und auf dem Lande lebende), auf. Klein, der Gegner Linné's, der noch zu sehr seinen Vorfahren anhing, stellte sie mit den heterogensten Geschöpfen aus beinahe allen Thierclassen in zwei Abtheilungen zusammen, Quadrupeda depilata (haarlose Quadrupeden), und Apoda reptilia (fusslose kriechende). Brisson, der Ansicht Wotton's, Ray's und Linné's folgend, vereinigte sie in eine Glasse, und schlug für dieselbe den Namen Reptilia (kriechende), vor, den auch Laurenti benützte. D'Aubenton, Bonnaterre und La Cepede hingegen, zogen den Namen Quadrupeda ovipara et Serpentes (eyerlegende Quadrupeden und Schlangen), vor. Hermann machte den Vorschlag, sie Cryerozoa (kalte Thiere), zu nennen, und Shaw wählte die Benennung Linné's, Ampbibia. Brongniart, Latreille, Daudin, Dumeril, Lamark, Cuvier und Oppel, schlossen sich wieder an Brisson an, und Oken, der in der Naturgeschichte eine neue Kunstsprache einführte, nannte sie Muskelthiere, Spierthiere, Spierer und Lurche. Hemprich zu Berlin, hielt den Namen Ixodobia (zähe lebende)*) für passend, und Merrem wählte wieder die alte Linné'sche Benennung Ampbibia. Wir ersehen hieraus, dass die Reptilien schon eine ziemliche Anzahl von Benennungen trugen, von welchen aber keine vollkommen bezeichnend war. Wenn man aber bedenkt, wie schwierig es sey, einen Namen zu finden, der den Charakter einer ganzen Thierclasse ausdrücken soll, wenn man in Erwägung zieht, dass von allen Thierclassen kein einziger Name die Kennzeichen der Classe genau und ansschliessend bezeichne, und man daher alle Namen ändern müsste, wodurch nicht nur eine ungeheuere Verwirrung entstünde, sondern die Namen, wenn sie die Charaktere der Classen bezeichnen sollten, auch ungewöhnlich lang werden müssten, so dürfte es genügen, einen Namen gefunden zu haben, der, wenn auch nicht ausschliessend bezeichnend, doch wenigstens nicht ganz unpassend ist. Ich ziehe den Namen Reptilia aus dem Grunde vor, theils weil der Linné'sche Ampbibia von vielen Naturforschern zur Bezeichnung einer Ordnung bei den Säugethieren gebraucht wird, theils weil er von den meisten neueren Naturforschern bereits angenommen wurde.

*) In seinem Manuscripte.

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III. Classis.

Reptilia. Reptilien.

ORDINES.
Respirant per omnem vitam pulmonibus solum 1. Monopnoa.
Monopnoën.
Respirant, metamorphosi subjecta, statn imperfecto pulmonibus simulque branchiis, statn prefecto pulmonibus solum; metamorphosi destituta, pulmonibus simulque branchiis per totam vitam 2. Dipnoa.
Dipnoën.

Unter allen Einteilungen, welche die Erpetologen älterer und neuerer Zeit versucht haben, scheint mir jene, welche Dr. Leuckart in seiner Abhandlung »Einiges über die fischartigen Amphibien« (Isis. Jahrgang 1821) vorschlug, am natürlichsten. Sie ist auf die Verschiedenheit der Respiration der Reptilien gegründet, und entspricht vollkommen den Forderungen eines philosophischen, natürlichen Systemes. Diese Eintheilung ist jedoch in obiger Schrift nur angedeutet, denn Dr. Leuckart spricht bloss von den Batrachiern (frosch- und sirenenartigen Reptilien) der Autoren, welche er in eine Ordnung, Dipnoa, zusammenstellt. Genau nach diesem Grundsatze bildete ich für die übrigen Reptilien (Chelonier, Saurier und Ophidier der Autoren), die Ordnung Monopnoa. Die grosse Anzahl der Arten dieser Thierclasse, wird durch diese Eintheilung scharf und bestimmt in zwei Ordnungen getrennt, welche die verwandtesten Gattungen in sich schliesseu, und eine deutliche Uebersicht der Uebergänge derselben gewähren. Schon Latreille machte in der ersten Ausgabe des »Nouveau Dictionaire d'historie naturelle« auf dieses wichtige Eiutheilungsprincip aufmerksam, und fand sich bestimmt, hiernach die Reptilien sogar in zwei Classen zu trennen, in Reptilia, welche den Monopnoën, und in Amphibia, welche den Dipnoën entsprechen; welche Ansicht er später in seinen »Familles naturelles du Règne animal 1825« weiter entwickelte.

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I. ORDO.

Monopnoa. Monopnoën.

TRIBUS.
Cutis fornici dorsali et sterno agglutinata 1. Testudinata.
Testudinaten.
Cutis musculos immediate tegens, scuta, scutella aut squamas formans. Lingua immobilis 2. Loricata.
Loricaten.
Lingua mobilis 3. Squamata.
Squamaten.
nuda 4. Nuda.
Nuden.

Da in einem natürlichen Systeme die Ordnungen häufig zuerst in Unterabtheilungen oder Zünfte zerfallen, so theile ich die erste Ordnung der Reptilien meinem Grundsatze gemäss in vier Zünfte, welche sich durch die angegebenen Kennzeichen von einander scharf unterscheiden. Ich wählte hierzu mit einiger Veränderung die Eintbeilung Oppel's, welch schon Klein andeutete, und neuerlich Merrem mit einiger Abänderung benützte. Sie ist auf die Art der Bedeckung und Beschaffenheit der Zunge gegründet, zwei Merkmahle, welche in der Erpetologie von grosser Wichtigkeit sind. Obenan und ziemlich isolirt stehen die Testudinaten (Chelonier der Autoren), als Bindungsglied mit den vorhergehenden Classen. Mit Merrem trenne ich die Loricaten (Crocodile, zu welchen wahrscheinlich auch jene paradoxen Geschöpfe der Vorwelt, Ichthyosaurus, Saurocephalus und Plesiosaurus, lind vielleicht auch das zweifelhafte Iguanodon gehören dürften), von den Squamaten (Sauriern und Ophidiern der Autoren), und stelle, durch eigene Ansicht geleitet, die Nuden (Coecilien), in diese erste Ordnung, zu welcher sie sich sowohl in Rücksiebt der Athmungsweise, als auch hinsichtlich der Gestalt weit besser anschliessen, und ein vortreffliches Bindungsglied dieser Ordnung mit den Dipnoën bilden.

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I. TRIBUS.

Testudinata. Testudinaten.

FAMILIAE.
Maxillae nudae. Digiti indistincti. Tympanum latens 1. Carettoidea.
Carettoiden.
Tympanum apertum 2. Testudinoidea.
Testudinoiden.
Digiti distincti 3. Emydoidea.
Emydoiden.
Maxillae labiatae. Tympanum apertum 4. Chelydoidea.
Chelydoiden.
Tympanum latens 5. Trionychoidea.
Trionychoiden.

Die erste Zunft der Monopnöen bilden die Testudinaten, welche unter allen Reptilien rücksichtlich ihrer Organisation am höchsten stehen, und sich zunächst, sowohl dem äusseren als inneren Baue nach, an manche Säugethiere (Gattungen: Manis, Echidna und Ornithorhynchus), und Vögel (Gattungen: Alca und Aptenodytes), anschliessen. Nach dem Mangel oder Vorhandenseyn von Lippen, nach der Beschaffenheit der Zehen und Lage des Ohres, zerfallen sie in fünf höchst natürliche Familien, die sich trefflich an einander reihen.

I. FAMILIA.

Carettoidea. Carettoiden.

GENERA.
Testa scutellata 1. Caretta.
Carette.
Testa coriacea 2. Sphargis.*
Sphargis.

Diese Familie umfasst nur zwei Gattungen, Caretta und Sphargis, welche früher die Gattung Chelonia bildeten, und erst in der neuesten Zeit von Merrem mit vollem Rechte und höchst consequent aufgestellt wurden. Denn dieselben Kennzeichen, welche die Gattung Trionyx von Chelys trennen, unterscheiden diese beiden, und der Umstand dass die Gattung Sphargis nur eine einzige bekannte Art umfasse, liegt vielleicht nur in der beschränkten Kenntniss der Naturgegenstände unseres Weltkörpers, und ist keineswegs ein Grund diese ausgezeichnete Art nicht zur Gattung zu erheben. Einerseits schliesst sich die Gattung Carelta durch Alca und Aptenodytes an Vögel an, andererseits bildet sie den Uebergang zu Testudo, und durch Sphargis zur Gattung Trionyx.

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II. FAMILIA.

Testudinoidea. Testudinoiden.

GENUS.
Testa scutellata 1. Testudo.
Testude.

Ganz isolirt steht die Gattung Testudo in dieser Familie, welche sich mehr an die folgende als an die frühere Familie anschliesst, und durch Manis einen Uebergang zu den Säugethieren darstellt. Die grösste Verwandtschaft zeigt sich mit der Gattung Terrapene, vorzüglich rücksichtlich des Baues der Schale. Sie umfasst eine ziemlich bedeutende Anzahl von bekannten Arten, die sich jedoch sehr nahe verwandt sind, und nur durch geringe Merkmale von einander unterscheiden.

III. FAMILIA.

Emydoidea. Emydoiden.

GENERA.
Extremitates sub testam retractiles. Collum retractile. Sternum mobile 1. Terrapene.
Terrapene.
Sternum immobile 2. Emys.
Emyde.
Collum non retractile 3. Chelodina.
Chelodine.
Extremitates sub testam non retractiles 4. Chelydra.
Chelydre.

Die Familie der Emydoiden theile ich in vier Gattungen, die mir natürlich und keineswegs zu gesucht scheinen. Schon Schweigger fühlte das Bedürfniss, dass Linné's Testudo serpentina von der Gattung Emys getrennt werde, und bildete hieraus seine Gattung Chelydra. Merrem sonderte die Emyden mit beweglichem Brustschilde unter der Benennung Terrapene, welche Spix in Kynosternon umänderte, und Oppel deutete auf die Trennung von Emys longicollis und ihrer Consorten, die ich unter meiner Gattung Chelodina begreife. Durch Terrapene mit Testudo, und durch Chelydra mit Chelys verbunden, bilden Emys und Chelodina die Zwischenglieder. Emys vereinigt ebenfalls, wiewohl bei vielen fehlenden Zwischengliedern, die Reptilien mit den Säugethieren, und reiht sich zunächst an Echidna und Ornithorhynchus an.

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IV. FAMILIA.

Chelydoidea. Chelydoiden.

GENUS.
Testa scutellata 1. Chelys.
Chelyde.

Die von Dumeril aufgestellte Gattung Chelys, ist die einzige bis jetzt bekannte, welche diese Familie bildet. Die beiden Arten derselben zeichnen sich durch Sonderbarkeit der Form sehr von allen verwandten aus. Die nächste Verwandtschaft zeigt sich mit Chelydra, durch den verhältnissmässig kleinen Brustschild und die voluminösen Extremitäten, mithin das Unvermögen dieselben unter die Schale einziehen zu können. Durch die mit Lippen bedeckten Kinnladen bildet diese Gattung den Uebergang zu Trionyx und den Loricaten.

V. FAMILIA.

Trionyclioidea. Trionychoiden.

GENUS.
Testa coriacea 1. Trionyx.
Trionyx.

Auch diese Familie enthält nur eine einzige Gattung, Trionyx. Geoffroy und Schweigger waren die ersten, welche gleichzeitig diese Gattung von den Emyden trennten, und als selbstständig erkannten. Die sonderbare Gestalt der Arten derselben unterscheidet sie wesentlich von allen übrigen Testudinaten. Ebenso, wie sich unter den Testudinaten mit nackten Kinnladen Sphargis von Caretta unterscheidet, trennt sich die Gattung Trionyx von Chelys. Durch die lederartige Schale bildet diese Gattung den Uebergang zu Sphargis, und schliesst sich rücksichtlich ihrer Lippen an Chelys und die Loricaten an.

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II. TRIBUS.

Loricata. Loricaten.

FAMILIAE.
Pedes imperfecti 1. Ichthyosauroidea.
Ichthyosauroiden.
Pedes perfecti 2. Crocodiloidea.
Crocodiloiden.

Höchst ausgezeichnet, und für keinen Fall mit den Squamaten zu verwechseln, zeigen sich die Loricaten oder Crocodile als eine eigene Zunft, deren Trennung von den Sauriern zuerst Merrem veranlasste. Sie bilden sowohl dem äusseren als inneren Baue nach, ein treffliches Bindungsglied zwischen den Testudinaten und Squamaten. Der starke Panzer deutet auf die schalige Bedeckung der Testudinaten, und ihr gestreckter Körper ähnelt mehr den Sauriern, mit denen sie früher desshalb verbunden waren, unzähliger anatomischer Charaktere nicht zu gedenken, die sie mit Gliedern von beyden der genannten Zünfte gemein haben. Unter die wichtigsten Entdeckungen, welche in der Erpetologie in neuerer Zeit gemacht wurden, gehört unstreitig die Auffindung so vieler fossiler Ueberresler vorweltlicher Reptilien, welche keiner der jetzt mehr lebenden Gattungen anjehören. sich durch die Unvollkommenheit in der Organisation der Füsse auszeichnen, und deren genauere Kenntniss wir dem eifrigen Forschen eines Cuvier, Conybeare, Harlan, Home und Mantell verdanken. Es sind Conybeare's Enalio-Sauri, Geoffroy's Ichthyosauri. Im Knochenbaue von allen bis jetzt bekannten Reptilien gänzlich abweichend, ist es ungemein schwierig, ihre richtige Stelle im Systeme zu bestimmen. Durch die unvollkommenen Füsse mit den Cetaceen verwandt, den Kopf mit den Crocodilen theilend, stehen sie im Mittel zwischen beyden. Da wir nur die Knochen kennen, über die äusseren Charaktere aber nicht entscheiden können, so dürfte ihre Stelle in der Zunft der Loricaten oder Crocodile, mit welchen sie unter allen Reptilien am meisten verwandt sind, gerechtfertiget seyn. Es zerfällt demnach die Zunft der Loricaten, je nachdem die Füsse unvollkommen oder vollkommen organisirt sind, in zwei ausgezeichnete Familien, die Ichthyosauroiden und Crocodiloiden.

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I. FAMILIA.

Ichthyosauroidea. Ichthrosauroiden.

GENERA.
Dentes serrate 1. Iguanodon.*
Iguanodon.
Collum longum 2. Plesiosaurus.*
Dentes non serrati, foveolis inserti. Plesiosaur.
Collum breve 3. Saurocephalus.*
Saurocephal.
sulco inserti 4. Ichthyosaurus.
Ichthyosaur.

Diese Familie, welche die Säugethiere mit den Crocodiloiden verbindet, umfasst durchaus nur fossile Restel von Reptilien der Vorwelt, welche die neueren Naturforscher nach der Gestalt und Einlenkung der Zähne, und nach der Beschaffenheit des Halses, in vier Gattungen brachten. König's Ichthyosaurus, Home's Proteosaurus, dessen Ueberreste sich bei Shotoverhill, Kimmeridge u.s.w. in England, Condat, Reugny. u.s.w. in Frankreich, und bei Altorf u.s.w. in Deutschland finden, ist die interessanteste derselben. Sie verbindet die Säugethiere, wiewohl bei fehlenden Zwischengliedern, durch Delphinus mit der fossilen Gattung Teleosaurus aus der Familie der Crocodiloiden, und reiht sich an Harlan's Saurocephalns vom Missouri in Nord-Amerika an, von welchem wir jedoch nur einzelne Bruchstücke kennen. Die gleichfalls bei Kimmeridge u.s.w. in England, und Auxois in Frankreich vorkommende Gattung Plesiosaurus des Conybeare, schliesst sich an Sauroccplialus an, und zeichnet sich durch den ungeheuer langen Hals vorzüglich aus. An Plesiosaurus dürfte sich Mantell's Iguanodon aus dem Tilgate-Walde in Sussex reihen, von welchem wir gleichfalls nur wenige Bruchstücke kennen, und das höchst wahrscheinlich ebenfalls einen Uebergang zu den Säugethieren macht, und zwar zu den grasfressenden (Solidungula, Multungula oder Bisungula), mit denen es im Zahnbaue Analogie zeigt. Da wir nur von einigen, nämlich Ichthyosaurus und Plesiosaurus das ganze Skelet kennen, und daher nur über diese entscheidend sprechen können, so bleibt es bei denjenigen, von welchen uns nur einzelne Theile bekannt sind, höchst zweifelhaft, ob sie auch mit Recht in diese Familie gehören. Diess gilt von den Gattungen Sauroccplialus Harlan und Iguanodon Mantell, von welchen wir aus der Structur der Zähne zwar allerdings schliessen können, dass sie ziemlich vollkommene Reptilien gewesen seyn mussten, deren richtige Stelle aber höchst zweifelhaft bleibt. Da sie aber in keine von allen bekannten Familien passen, so mögen sie daher in so lange interimistisch in der Familie der Ichthyosauroiden stehen, bis wir zu genauerer Kenntniss derselben gelangen.

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II. FAMILIA.

Crocodiloidea. Crocodiloiden.

GENERA.
Oculi laterales 1. Telcosaurus.*
Teleosaur.
Rostrum angustum, apice non dilatatum 2. Steneosaurus.*
Oculi verticales. Steneosaur.
apice dilatatum 3. Gavialis.
Gavial.
Rostrum latum. Fovcae in maxilla superiore nullae 4. Crocodilus.
Crocodil.
Fovcae in maxilla superiore 5. Alligator.
Alligator.

Die fünf verwandten Gattungen dieser Familie, von denen beinahe jede schon mehrere ausgezeichnete Arten zählt, sind auf die Lage der Augen und Beschaffenheit des Rüssels gegründet. Auch in dieser Familie sind einige Gattungen begriffen, welche nur fossil vorkommen, und kein Original in der lebenden Schöpfung mehr aufzuweisen haben. Es sind die Gattungen Teleosaurus von Caen und Steneosaurus von Honfleur und Havre, welche Geoffroy von den Gavialen, mit welchen sie Cuvier früher vereinigt hatte, trennte, und in den „Memoires du Museum d'histoire naturelle de Paris" zuerst als besondere Galtungen aufstellte. Durch Teleosaurus verbindet sich diese Familie höchst natürlich mit Ichthyosaurus aus der Familie der Ichthyosauroiden. An Teleosaurus reiht sich die Gattung Steneosaurus, die durch Gavialis in Crocodilus, und durch diesen in Alligator übergeht. Letzterer verbindet die Zunft der Loricaten einerseits, jedoch bei einer grossen Zwischenkluft, durch Chelys und Trionyx mit den Testudinaten, andererseits durch Meealosaurus mit den Squamaten.

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III. TRIBUS.

Squamata. Squamaten.

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Diese Zunft, das Bindungsgliecl zwischen den Loricaten und Nuden bildend, schlicsst sich miltelst einiger Uebcrgangsglieder an die Mutabilien aus der Ordnung der Dipnöen an, bildet ebenfalls Berührungspuncte mit den Säugelhieren, und umfasst bei weitem den grössten Theil der Reptilien, und zwar die Saurier (eidechsenartigen) und Ophidier (schlangenarligen) der Autoren, mit Ausnahme der Croeodile (zu welchen wahrscheinlich auch die Ichthyosauroiden gehören) und Coecilien, welche eigene Zünfte bilden. Es ist durchaus unnatürlich die Saurier von den Ophidiern zu trennen, da sie so sehr in einander übergehen, dass sich durchaus keine bestimmte Gränzlinie ziehen lässt, und eine gewaltsame Trennung höchst gekünstelt wäre. Deshalb ziehe ich es vor, sie mit Oppel in eine und dieselbe Zunft zustellen, und aus denselben natürliche Familien zu bilden. Zum Beweise wie gesucht es sey die Saurier von den Ophidiern zu trennen, diene Folgendes. Nimmt man an, dass der Unterschied in der An- oder Abwesenheit der Füsse bestehe, so müsste man Pseudopus von Ophisaurus, Chirotes von Amphisbaena und Pygopus von Stenostoma trennen, ungeachtet diese Thiere mit einander so verwandt sind, dass die meisten von ihnen, wären die Rudimente von Füssen nicht vorhanden, kaum specifisch von einander verschieden seyn könnten. Die Natur selbst scheint kein besonderes Gewicht auf das Vorhandenseyn der Füsse gelegt zu haben, denn es schwindet ja dieser Charakter von der vollendeten Ausbildung desselben bis zum kaum mehr kenntlichen Rudimente. Dass die Anwesenheit der Augenlieder die Saurier von den Ophidiern unterscheide, wie man früher glaubte, erhielt durch die Entdeckung derjenigen Reptilien, welche die Familie der Gymnophthalmoiden ausmachen, längst die Widerlegung. Eben so wenig gilt das äussere Gehörorgan als Unterscheidungszeichen der Saurier von den Ophidiern, denn Ophisaurus, der doch sonst alle Charaktere eines Ophidier's besitzt, ist mit einem äusseren Gehörgange versehen. Auch das Vorhandenseyn eines Beckens oder Bruslblattes ist kein sicheres Unterscheidungszeichen, denn dem Chirotes, der doch Füsse hat, fehlt das Becken, während manche Anguen, welche doch stets für Ophidier anerkannt wurden, ein ausgezeichnetes Bruslblatt und Becken besitzen. Hieraus erhellet, dass daher nichts übrig bleibe, als die Saurier mit den Ophidiern zu verschmelzen, und die verwandtesten Gattungen, ohne Rücksicht auf Füsse, in natürliche Familien zu bringen, ein Verfahren, das schon Oppel jedoch ohne gehörige Consequenz versuchte.*) Jenachdem die untere Kinnlade verbunden oder getheilt ist, zerfällt diese grosse Zunft in zwei Hauplstämme, deren ersterer die eidechsenartigen Reptilien mit Einschluss der davon nicht zu trennenden Galtungen von einstmahligen Ophidiern, Ophisaurus, Anguis, Amphisbaena und Consorten enthält, der andere aber die eigentlichen Schlangen begreift. Dass der Bau der unteren Kinnlade ein ungemein wichtiges Kennzeichen sey, ist einleuchtend, wenn man die ungeheuere Ausdehnbarkeit der Mundöffnung bei eigentlichen Schlangen mit dem Unvermögen der Eidechsen vergleicht, grössere Gegenstände zu verschlingen, als der

*) Auch Laireille Irennte in der neuesten Zeit in seinen »Famillesrnaturelles du Regne animal« einige Gattungen von deu Ophidiern, und stellte sie in die Ordnung der Saurier, nämlich die Gattungen Anguis, Ophisaurus und Cuvier's Acoutias. Letzlere hat alier weder Bruslblalt noch Becken, und die dahin gehörigen Arten sind theils bei Anguis, theils bei Typhlops einzureihen.

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kleine Mund fasst. Nach der Verschiedenheit in der Organisation des Auges und Gehörganges, nach der Beschaffenheit der Kehle, der allgemeinen Form in der Bedeckung des Körpers, und der Zunge, und nach der An- oder Abwesenheit einer Flughaut, zerfällt dieser erste Hauptstamm in sechzehn natürliche Familien; letzterer aber, nach den Merkmahlen der Zunge, Zähne und einiger besonderer Organe, deren Bestimmung wir noch nicht genau kennen, als der Aftersporen und Kopfgruben, in sechs, mithin die ganze Zunft in zwei und zwanzig natürliche Familien.

I. FAMILIA.

Ascalabotoidea. Ascalabotoiden.

Diejenigen Eidechsen, welche bei den Autoren unter dem Namen Geekonen bekannt sind, bilden diese Familie, und zeichnen sieh durch die ihnen allein eigentümliche sonderbare Organisation des Auges, nämlich das Vorhandenseyn eines einzigen Augenliedes, von allen Gattungen der ersten Ordnung aus, und nur die Mutabilien ans der Ordnung der Dipnöen und die Gattung Cryptobranchus theilen dieses Kennzeichen mit ihnen. Höchst mannigfaltig ist ihre Form, die meisten aber haben das mit einander gemein, dass ihre Zehen mehr oder weniger ausgebreitet sind. Nach der Beschaffenheit der Zehen, dem Vorhandenseyn oder Mangel von Schenkelporen, eines wichtigen Charakters bei Reptilien, ungeachtet wir die Bestimmung desselben nicht

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genau kennen, und nach der Form des Schwanzes, zerfällt diese Familie in zehn ausgezeichnete Gattungen. Die meisten Autoren nahmen die Ausbreitung der Zehen als Ilauptkennzeichen der ganzen Familie an, und zählten deshalb Lacerta platura White, welche doch sonst alle Kennzeichen eines Gecko's besitzt, wegen Mangel ausgebreiteter Zehen, in eine ganz andere Familie, nämlich in die Familie der Stellionen, und Agamen, meine Agamoiden. Der scharfsinnige Gnviereinzig und allein, stellte diese Art, in welcher durch die Wendezehen die sonderbare Organisation der Füsse des Chamaeleon's schon angedeutet ist, als eigene Gattung unter der Benennung Phyllurus an den Schluss der Geckonen, von welchen sie auch sowohl der Organisation des Auges, als auch der Totalform wegen unzertrennbar ist. Eben so glaubte ich Lacerta pipiens Pallas in diese Familie ziehen zu müssen, welche gleichfalls, die schmalen Zehen ausgenommen, alle Charaktere derselben trägt. Ich stellte sie nebst zwei anderen Arten, die ich im kais. Museo zu Wien fand, als eigene Gattung auf, welche ich in einer brieflichen Mittheilung an Professor Lichtenstein vorläufig mit dem Namen Ascalabotes belegte, und unter welchem sie von demselben im »Verzeichnisse der Doubletten des zoologischen Museums der königl. Universität zu Berlin,« und im »Naturhistorischen Anhange zu Eversmann's Reise« im Jahre 1823 bekannt gemacht wurde. Späterhin glaubte ich diesen Namen mit dem bezeichnenderen Stenodactylus vertauschen zu müssen, den Spix wieder in Gymnodactylus veränderte. Cuvier theilte die Gcckonen der Autoren in vier ausgezeichnete Gattungen, Ptyodaetylus, Hemidactylus, Thecadactylus und Platydactylus. Dumeril schuf die Gattung Uroplatus, und Kuhl sonderte der besonderen Schwanzform wegen, einige Arten der Gattung Platydactylus unter Benennung Ptychozoon. Hierher gehört jener sonderbare Gecko cristatus Daudin, welchen Seba und Feullieé zuerst beschrieben und abbildeten. Diejenigen Arten der Cuvier'schen Gattung Platydactylus, denen die Schenkelporen mangeln, vereinigte ich in meiner Gattung Ascalabotes, die Gray in seinem „System of amphibiology" (Journal of Philosophy. 1825.) Tarentola nennt, und erhob Bruguiéré's Sarroubeé, von der wir zwar nicht mit Gewissheit wissen, ob sie wirklich nur vier Zehen an den Vorderfüssen habe, vorläufig zur eigenen Gattung Sarruba. Grayging noch weiter in der Eintheilung dieser Familie, und trennte die eigentlichen Platydactylen nach der Verschiedenheit der Nägel wieder in drei Gatungen, Platydactylus, Gecko und Phelsuma, welche Eintheilung mir aber zu gesucht scheint. Phyllurus bildet in dieser Familie den Uebergang zur Gattung Chamaeleon und reiht sich an Stenodactylus an, der einerseits in Hemidactylus, andererseits in Ascalabotes zerfällt. Ilemidactylus schliesst sich an Platydactylus, der sich mit Anolis aus der Familie der Agamoiden verbindet, an Ascalabotes anreiht, und durch Ptychozoon den Uebergang zu Uroplatus macht. Asealabotes geht durch Thecadactylus in Ptyodaetylus und durch diesen in Uroplatus über. Eng verwandt sind Uroplatus und Sarruba. Durch letztere schliesst sich diese Familie an die Mutabilien aus der Ordnung der Dipnöen an, und zwar einerseits an Hyla aus der Familie der Banoiden, andererseits an Salamandra aus der Familie der Salamandroiden, Auffallend ist hier, insbesondere bei Uroplatus und seinen Verwandten, die allmählige Abnahme in der Ausbildung der Beschnppung, wodurch sie sich vorzüglich an die Dipnöen anschliessen.

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II. FAMILIA.

Chamaeleonoidea. Chamaeleonoiden.

GENUS.
Digiti oppositi 1. Chamaeleon.
Chamaeleon.

Ganz verwaist steht in dieser Familie die Gattung Chamaeleon, welche sich durch die höchst sonderbare Organisation der Füsse von allen bisher bekannten Reptilien auszeichnet. Nur zwei Gattungen, aus der Familie der Ascalabotoidcn und Pneustoiden sind es, die sich einigermassen an Chamaeleon anreihen, nämlich aus ersterer die Gattung Phyllurus, bei welcher durch die Wendezehen die Kletlerfüsse des Chamaeleon's schon angedeutet sind, aus letzterer die Gattung Pncustcs, die mit Chamaeleon den Wickelschwanz thcilt.

III. FAMILIA.

Pneustoidea. Pneustoiden.

GENERA.
Dorsum cristatum. Palmae tetradactylae, plantae pentadactylae 1. Pneustes.*
Pneuste.
Palmae plantaeque pentadactylae 2. Lyriocephalus.*
Lyriocephal.
Dorsum non cristatum 3. Phrynocephalus.
Phrynocephal.

Als Bindungsglicd zwischen den Chamaeleonoiden und Agamoiden sind in dieser Familie drei höchst ausgezeichnete Gattungen vereint, die zuerst von Merrem und Caup aufgestellt und näher bezeichnet wurden. Sie ist die einzige Familie aus der ersten Ordnung der Reptilien, welche bei einer ausdehnbaren Kehle, den Mangel eines äusseren Gehörganges mit den Chamaeleonoiden theilt. Der Wickelschwanz der Gattung Pneustes *) vereint sie mit Chamaeleon, und Lyriocephalus schliesst sich rücksichtlich der Gestalt, zunächst an Basiliscus, Ophryessa und Lophyrus aus der Familie

*) Unmöglich kann ich der Meinung Canp's (Isis. Jahrgang 1826) beitreten, dass Merrcm's Gattung Pneustes irrig cliarnkterisirt sei, uud Daudin's Agama prehensilis, aus welcher Merrem seine Gattung Pneustes bildete, mit des Prinzen vou Neuwied Agama picta zusammenfallen dürfte. Azara, uach welchem Uaudin seine Beschreibung entwarf, ist in seinen Beschreibungen viel zu genau, als dass man ihn eines solchen Fehlers beschuldigen könnte. Auch scheint es, als hätte Caup seine Ansicht eiuzig und allein nur auf den Namen Chamalea o gestützt, den Azara's Thier mit des Prinzen von Neuwied Agama picla in der Landessprache ebenso gemein hat, wie mit allen anderen farbenwechselnden eidechsenartigen Geschöpfen.

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der Agamoiden an. Caup's Phrynocephalus, aus Daudin's Agama uralensis gebildet, reiht sich einerseits an Lyriocephalus, andererseits an Tapaya aus der Familie der Agamoiden.

IV. FAMILIA.

Draconoidea. Draconoiden.

GENERA.
Patagium inter digitum quartum palmarum et plantas expansum. Rostrum longum 1. Pterodactylus.*
Pterodactyl.
Rostrum breve 2. Ornithocephalus.*
Ornithocephal.
Patagium inter costas spurias expansum 3. Draco.
Draco.

Durch die Anwesenheit einer Flughaut von allen Reptilien unterschieden, steht die Familie der Draconoiden als Bindungsglied der Chiropteren mit den Agamoiden zwischen Säugethieren und Reptilien. Diese Familie enthält die sonderbarsten Gebilde der ganzen Thierclasse. Es treten bei den verschiedenen Gattungen derselben zunächst zwei Hauptverschiedenheiten hervor. Entweder ist die vierte Zehe der Vorderfüsse ungeheuer verlängert, und dann sind die Rippen ziemlich von gleicher Länge, oder es sind die Zehen in der Länge wenig verschieden, und dann treten die Rippen in bedeutender Länge hervor. Im ersteren Falle ist die Flughaut zwischen den verlängerten Zehen der Vorderfüsse und den Hinterfüssen, im letzteren Falle aber zwischen den Rippen ausgespannt. Ersteren Charakter tragen jene höchst sonderbaren fossilen Geschöpfe, welche durch Sömmering zuerst genauer bekannt wurden, und über deren richtige Stelle im Systeme die Naturforscher so sehr im Streite sind, nämlich sein Ornithocephalus longirostris von Aichstedt, und dessen Ornithocephalus brevirostris von Windischhof, welche Cuvier mit dem Gattungsnamen Pterodactylus belegte. Die Gestalt des Rüssels dieser beiden Arten ist aber so sehr verschieden, dass sie unmöglich in einer und derselben Gattung stehen können. Ich erhob daher die langrüsselige Art zur eigenen Gattung Pterodactylus, die kurzrüsselige zur besonderen Gattung Ornithocephalus. Sömmering und Tiedemann hielten dieselben für die Ueberreste eines Chiropteren, der grosse Cuvier für ein Reptil, und diese Meinung ist höchst wahrscheinlich die richtigere. Sie bilden einen vortrefflichen Uebergang der Reptilien zu den Säugethieren, an welche sich meine Gattung Ornithocephalus, wiewohl bei fehlenden Zwischengliedern, durch die Gattung Pteropus trefflich anreiht. Pterodactylus bildet einen Ausläufer von Ornitheocephalus, der sich durch Draco an Anolis aus der Familie der Agamoiden kettet.

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V. FAMILIA.

Agamoidea. Agamoiden.

Die Familie der Agamoiden, welche sich von den Draconoiden nur durch den Mangel einer Flughaut unterscheidet, zerfällt in fünfzehn ausgezeichnete Gattungen, welche nach der Beschaffenheit der Zehen, des Rumpfes und des Schwanzes, so wie nach der An- oder Abwesenheit von Schenkelporen und Gaumenzähnen aufgestellt sind. Daudin's Gattung Anolis, welche durch die ausgebreiteten Zehen einige Verwandtschaft mit Plalydactylus aus der Familie der Ascalabotoiden zeigt, sehliesst sich der Getsalt nach theils an Iguana, theils an Polychrus an, und bildet den Uebergang zu Draeo aus der Familie der Draconoiden. Des ausgezeichnet gekämmten Schwanzes wegen, trennte ich hiervon Cuvier's Anolis cristatus, als eigene Gattung Xiphosurus, welche einen herrlichen Uebergang zu Basiliseus bildet, und durch diesen zu Lyrio-

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cephalus aus der Familie der Pneustoiden. Dumeril sonderte die Gattung Lophyrus von den Agamen der Autoren, von welcher Boie zu Leyden wieder diejenigen Arten welche Ganmenzähne besitzen, zur eigenen Gattung Ophryessa erhob, die Gray in Clamydosaurus umänderte. Die Verwandtschaft dieser beiden Gattungen mit Lyriocephalus ist ausgezeichnet. Beide zeigen einen schönen Uebergang zur Cuvier'schen Gattung Calotes, welche einerseits in Agama, andererseits in Polychrus zerfällt, und Ophryessa reiht sich an Iguana, (Bell's Ambyrhynchus), die wieder mit Polychrus in Verbindung steht. Diejenigen Arten der Cuvier'schen Gattung Agama, welche mit Gaumenzähnen versehen sind, vereinigte ich in meiner Gattung Ecphymotes, welche sich durch eben diesen Charakter an Polychrus und die vom Prinzen von Neuwied aufgestellte Gattung Tropidurus anschliesst, und durch letztere ebenso wie Agama durch Tapaya und Stellio, den Uebergang zur Merrem'schen Gattung Uromastyx bildet. Aus zwei neuen Arten von Tampico und Turks-Island schuf Harlan die Gattung Cyclura, die einen trefflichen Uebergang von Anolis zu Uromastyx bildet. In Tropidurus und Tapaya schon, weit mehr aber in Stellio, Cyclura und Uromastyx, ist durch den gewirtelten Schwanz die Wirtel-Form der nächsten Familien angedeutet, und diese letztere Gattung vereinigt diese Familie mit den Cordyloiden, und zwar insbesondere mit der Gattung Cordylus. Tapaya verbindet sich mit Phrynocephalus, aus der Familie der Pneusloiden.

VI. FAMILIA.

Cordyloidea. Cordyloiden.

GENERA.
Pori femorales 1. Cordylus.
Cordyl.
Pori femorales nulli. Cauda depressa 2. Trachydosaurus.*
Trachydosaur.
Cauda non depressa. Palmae plantaeque pentadactylae 3. Leposoma.*
Leposome.
Palmae plantaeque monodactylae 4. Chamaesaura.
Chamaesaure.

Diese Familie sowohl als auch die drei nächsten, Tachydromoiden, Ophisauroiden und Chalcidoiden, scheiden sich durch den gewirtelten Körperbau auffallend von allen übrigen Familien der ersten Ordnung der Reptilien, welche bei doppelten Augenliedern die unausdehnbare Kehle mit einander theilen. Nach dem Charakter der Schenkelporen, des Schwanzes und der Zehen, theilt sich diese Familie in vier ausgezeichnete Gattungen. Eine neue Art aus Neu - Holland mit plattgedrücktem

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Schwanze, ist der Repräsentant der Gray'schen Gattung Trachydosaurus, und eine neue brasilianische Art, der Spix'schen Gattung Leposoma. In der Mitte zwischen Uromastyx und Tachydromus steht die Gattung Cordylus, welche einerseits in Trachydosaurus, andererseits in Leposoma übergeht, welche wieder mit einander in Verbindung stehen. Leposoma bildet gleichfalls den Uebergang zu Tachydromus, und wenn gleich bei fehlenden Zwischengliedern, auch zu Chalcides aus der Familie der Chalcidoiden, und schliesst sich auch an die Gattung Chamaesaura an, welche ich aus Linné's Lacerta anguina bildete. Deutlich ersehen wir dass auch hier manches Bildungsglied zwischen diesen beiden Gattungen fehlt, da sich von der vollendeten Ausbildung der Zehen bis zum Rudimente, kein allmähliger Uebergang nachweisen lässt, wie diess bei anderen Familien, den Scincoiden, Chalcidoiden und zum Theile auch Ophisauroiden, Amphisbaenoiden und Gymnophthalmoiden der Fall ist. Auch Chamaesaura verbindet diese Familie, wiewohl in einiger Entfernung mit Tachydromus.

VII. FAMILIA.

Tachydromoidea. Tachydromoiden.

GENUS.
Pori femorales 1. Tachydromus.
Tachydrom.

Die von Daudin aufgestellte Gattung Tachydromus, welche nun schon mehrere Arten zählt, steht einzig und allein in dieser Familie. Diese Gattung, der Totalform nach mehr mit der vorhergehenden Familie verwandt, verbindet sich auch mit den ungewirtelten Reptilien der ersten Ordnung, welche zwei Augenlieder und eine unausdehnbare Kehle mit einander gemein haben. Grosse Verwandtschaft zeigt sie mit Saurophis aus der Familie der Ophisauroiden, und mit der Gattung Tropidosaura aus der Familie der Lacertoiden. Ihrer Verwandtschaft mit den Cordyloiden wurde bereits früher erwähnt.

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VIII. FAMILIA.

Ophisauroidea. Ophisauroiden.

GENERA.
Pedes, quatuor 1. Saurophis.
Saurophis.
duo 2. Pseudopus.
Pseudopus.
Pedes nulli 3. Ophisaurus.
Ophisaur.

In dieser Familie, welche gleichfalls die gewirtelten Reptilien durch Uebergänge mit den ungewirtelten vereinigt, zeigt sich der Uebergang der gefussten zu den fusslosen auffallend. Hier schwindet die vollkommene Ausbildung der Füsse, mit ausgezeichneten Zehen, bis zum kaum mehr kenntlichen Rudimente, und endlich vollends bis zur gänzlichen Fusslosigkeit. Die drei Gattungen derselben zeigen diessfalls die Hauptstufen deutlich, vier Füsse, zwei Füsse und keine Füsse, und darauf sind sie gegründet. Sie bilden den schönsten Uebergang unter einander. Durch Saurophis vereinigt sich diese Familie mit Tachydromus und den Chalcidoiden, und zwar insbesondere mit der gleichfalls vierzehigen Gattung Braehypus derselben, und reiht sich durch Ophisaurus an die Gattung Anguis aus der Familie der Anguinoiden an. Linné's Lacerta Seps, La Cepede's Chalcides tetradactylus, ist der Repräsentant meiner Gattung Saurophis.

IX. FAMILIA.

Chalcidoidea. Chalcidoiden.

GENERA.
Plantae pentadactylae. Palmae pentadactylae 1. Chalcides.*
Chalcide.
Palmae tetradactylae 2. Heterodactylus*
Heterodactyl.
Plantae non pentadactylae, tetradactylae 3. Brachypus.
Brachypus.
tridactylae 4. Cophias.*
Cophias.

Meine Gattungen Chalcides, Braehypus und Cophias, waren früher unter einer Gattung, Chalcides Cuvier vereint, und bilden mit der von Spix aufgestellten Gattung Heterodactylus diese ausgezeichnete Familie. Bei diesen vier Gattungen zeigt sich die allmählige Abnahme in der Ausbildung der Zehen höchst auffallend, und

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auf diesen Charakter sind sie auch gegründet. Im Mittel zwischen den Cordyloiden, Ophisauroiden und Amphisbaenoiden steht diese Familie, welche durch Cophias den Uebergang zu Chirotes macht. Durch Chalcides ist die Verbindung, wenn gleich nicht sehr nahe, mit Leposoma hergestellt. Man sieht offenbar, dass hier noch manche Bindungsglieder fehlen. Heterodactylus, der sich trefflich an Chalcides anreiht, verbindet sich durch Brachypus mit Cophias und mit Saurophis.

X. FAMILIA.

Ameivoidea. Ameivoiden.

Diese Familie, und die drei nächstfolgenden, Lacertoiden, Scincoiden und Anguinoiden, welche bei doppelten Augenliedern die unausdehnbare Kehle mit einander gemein haben, sondern sich von den übrigen Familien der ersten Ordnung, welche dieselben Merkmahle mit ihnen theilen, durch den ungewirtelten Körper höchst natürlich. Nach dem Maugel oder Vorhandenseyn von Schenkelporen und Gaumenzähnen, nach der Form des Schwanzes und Rüssels und Beschuppung der Kehle, so wie nach der mehr oder minder vollkommenen Ausbildung der Zehen, zerfällt diese Familie in zehn Gattungen. Die schon von Cuvier angedeuteten Sectionen seiner Gattung Tupinambis, welche er jedoch nicht mit besonderen Namen belegte, sind meine Gattungen Tupinambis, Varanus und Psammosaurus. Die Daudin'sche

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Gattung Dracaena, deren Name geändert werden musste, da schon seit Linné eine Pflanzengattung diesen Namen trug, erhielt von Spix die höchst bezeichnende Benennung Crocodilurus, welche Gray in Ada umänderte. Monitor und Ameiva waren gleichfalls Cuvier'sehe Untergattungen, die von manchen Autoren schon als selbstständig anerkannt wurden. Von letzterer Galtung trennte ich die höchst ausgezeichnete brasilianische Lacerta Teyou Daudin, mit vier Zehen an den Hinterfüssen, unter der Benennung Tejus, und erhob Daudin's Lacerta striata zur eigenen Gattung Pseudoameiva. In diese Familie gehören jene höchst sonderbaren fossilen Ueberreste vorweltlicher Reptilien, welche zur Gründung der Buckland'schen Gattung Megalosaurnsund von Conybeare's Mosasaurns Veranlassung gaben. Buckland's Megalosaurus von Stonesfield bei Oxford, zu welchem auch Cuvier's Geosaurus von Monheim (ans Sömmering's Lacerta gigantea gebildet) gehört, steht oben an, und verbindet die Zunft der Squamaten durch Alligator mit den Loricaten. An ihn scbliesst sich die Gattung Tupinambis an, die einerseits in Varanus, andererseits in Crocodilurus zerfällt. Varanus geht durch Psammosaurus in den berühmten Mosasaurus von Mästricht über, der die Familie der Ameivoiden durch Lacerta mit jener der Lacertoiden verbindet. Crocodilurus scbliesst sich an Monitor, der durch Ameiva mit Psammosaurus in Verbindung steht, und sich durch Tejus wieder an Ameiva kettet. Letztere geht einerseits in Lacerta über, andererseits in Pseudoameiva, welche sich gleichfalls an Lacerta anreiht.

XI. FAMILIA.

Lacertoidea. Lacertoiden.

GENERA.
Abdomen scutatum. Collare 1. Lacerta.
Lacerte.
Collare nullum 2. Psammodromus.
Psammodrom.
Abdomen squamatum 3. Tropidosaura.
Tropidosaure.

Der Totalform nach mit der vorhergehenden Familie höchst verwandt, scheidet sich diese nur durch die kurze Zunge von derselben. Auf die Art der Beschuppung des Bauches und der Kehle sind die drei enge verschwisterten Gattungen gegründet. Eine schöne neue Art aus Spanien, Psammodromus hispanicus Mihi, gab Veranlassung zur Gründung einer neuen Gattung, und Boie schuf aus einer neuen Art aus Cochinchina, die Gattung Tropidosaura, zu welcher auch Linné's Lacerta algira zu ziehen ist. Diese drei Gattungen reihen sich trefflich an einander. Lacerta verbindet sich mit Ameiva und Pseudoameiva, und bildet durch Psammodromus den Uebergang zu Tropidosaura, die wieder mit Tachydromus aus der Familie der Ta-

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chydromoiden, und mit Spondylurus aus der Familie der Scincoiden in Verbindung steht. Durch den fossilen Mosasaurus ist Lacerta auch an Psaminosaurus gekettet.

XII. FAMILIA.

Scincoidea. Scincoiden.

Bei dieser Familie zeigt sich die stufenweise, alhnählige Abnahme in der Vollkommenheit der Ausbildung der Füsse auffallender, als bei irgend einer Familie. Auf die Anzahl der Füsse und Zehen, Beschaffenheit derselben, auf den Charakter der Schenkelporen und die An- oder Abwesenheit von Gaumenzähnen, sind die neun höchst ausgezeichneten Gattungen derselben gebaut. Der ganz eigenthümlich ausgebreiteten Zehen wegen, von Daudin's Scincus ofiicinalis, welche dieses Thier, nebst dem sonderbar gestalteten Scharrrüssel, als einen wahren Erdgräber, von allen verwandten unterscheiden, stellte ich denselben als besondere Gattung, Scincus auf. Die übrigen fünfzehigen Consorten theilen sich nach der An - oder Abwesenheit von Gaumenzähnen wieder in zwei Gattungen, Gray's Tiliqua ohne Gaumenzähne, aus White's Lacerla scineoides gebildet, und meine Mabuya mit Gaumenzähnen. Eine schöne neue Art aus Arabien, welche mir mein Freund Dr. Ehrenberg in der Abbildung mittheilte, repräsentirt meine Gattung Heteropus. Aus einer neuen, von Péron entdeckten vierzehigen Art bildete ich die Gattung Seps, und stellte die dreizehigen in der vonOken aufgestellten Gattung Zygnis zusammen. Daudin's Scincus Sloanei, die einzige bis jetzt bekannte Art dieser Familie, welche Schenkelporen besitzt, ist der Repräsentant meiner Gattung Spondylurus, welche einen vortrefflichen Uebergang zu

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Tropidosaura aus der Familie der Lacertoiden bildet, und andererseits in Mabuya abfällt. Aus Linné's Anguis bipes schuf ich die Gattung Scelotes, die einen herrlichen Uebcrgang zu Merrem's Pygodactylus, und durch diesen zu Pygopus aus der Familie der Gymnophthalmoiden, und zu Anguis aus der Familie der Anguinoiden macht. Zygnis, Seps und Heteropus verbinden Scelotes durch letzteren mit Mabuya, welche einerseits in Scincus und Tiliqua abfällt, die wieder mit einander in Verbindung stehen, und andererseits in Ablepharus aus der Familie der Gymnophthalmoiden überseht.

XIII. FAMILIA.

Anguinoidea. Anguinoiden.

GENUS.
Pedes nulli 1. Anguis.
Anguis.

Diese Familie, die einzige welcher bei doppelten Augenliedern, unausdehnbarer Kehle und ungewirteltem Körper, ein äusserer Gehörgang fehlt, begreift nur eine, aber höchst ausgezeichnete Gattung, welche einerseits einen vortrefflichen Uebergang zu Ophisaurus und Pygodactylus macht, und andererseits sich mit Typhlops aus der Familie der Typhlopoiden verbindet.

XIV. FAMILIA.

Amphisbaenoidea. Amphisbaenoiden.

GENERA.
Pedes duo 1. Chirotes.
Chirote.
Pedes nulli. Pori anales 2. Amphisbaena.
Amphisbaene.
Pori anales nulli 3. Leposternon.
Leposternon.

Diese und die nächste Familie sind die einzigen aus der ersten Ordnung der Reptilien, deren Augen von der Haut bedeckt sind. Auch hier spricht sich zunächst die grosse Verschiedenheit in der allgemeinen Form der Bedeckung des Körpers aus, zufolge welcher die Amphisbaenoiden gewirtelt, die Typhlopoiden aber ungewirtelt erscheinen. Bei dieser Familie zeigt sich die allmählige Abnahme in der Ausbildung

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der Beschuppung und der Uehergang bis zur gänzlichen Nacktheit auffallend aus, und zwar noch weil mein, als bei der Familie der Ascalabotoiden, bei welcher diese Abnahme gleichfalls, wiewohl minder ausgezeichnet hervortritt. Hier zeigen sich statt eigentlicher Schuppen nur mehr schwache Eindrücke, welche, an manchen Theilen, wie zum Beispiele gegen das Schwanzende gänzlich schwinden. Hierdurch reiht sich diese Familie sehr. schön an die Zunft der Nuden an. Auch diese Familie gewährt eine schöne Uebersicht des Ueberganges der gefussten Reptilien zu den fusslosen. Hierauf und auf die An- oder Abwesenheit von Afterporen, deren Bestimmung wir eben so wenig kennen als jene der Schenkelporen, sind die drei ausgezeichneten Gattungen gegründet. Chirotes verbindet sich mit Cophias aus der Familie der Chalcidoiden und schliesst sich durch Amphisbaena an Leposternon an, das den schönsten Uebergang zur Gattung Coecilia aus der Zunft der Nuden bildet, und sich mit Rhinophis aus der Familie der Typhlopoiden vereinigt.

XV. FAMILIA

Typhlopoidea. Typhlopoiden.

GENERA.
Rostrum breve 1. Typhlops.
Typhlops.
Rostrum longum 2. Rhinophis.*
Rhinophis.

Die bedeckten Augen mit den Amphisbaenoiden theilend, sondert sich diese Familie durch den ungewirtelten Körper scharf und bestimmt ab. Nur zwei Gattungen derselben sind bis jetzt bekannt. Diejenigen Arten der Sehneider'schen Gattung Typhlops, deren Rüssel verlängert ist, stellte Hemprich zu Berlin in seiner Gattung Rhinophis zusammen, welche mit Typhlops in Verbindung steht, und einen vortrefflichen Uebergang zu Leposternon aus der Familie der Amphisbaenoiden bildet. Typhlops verbindet sich mit Anguis, kettet sich sehr natürlich an Stenostoma aus der Familie der Gymnophthalmoiden an, und macht durch dieses den Uebergang zu Ilisia, aus dem Stamme der eigentlichen Schlangen mit getrennter Unter-Kinnlade und ausdehnbarem Munde.

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XVI. FAMILIA.

Gymnophthalmoidea. Gyrnnophthalmoiden.

GENERA.
Palmae plantaeque pentadactylae 1. Ablepharus.
Pedes, quatuor. Ablephar.
Palmae tetradactylae, plantae pentadactylae 2. Gymnophthalmus.*
Gymnophthalm.
duo 3. Pygopus.
Pygopus.
Pedes nulli 4. Stenostoma.*
Stenostome.

Unter allen Reptilien der ersten Ordnung, mit verbundener Unter-Kinnlade und unausdehnbarem Munde, zeichnet sich diese Familie durch das freie, unbedeckte Auge und den gänzlichen Mangel von Augenliedern, auffallend aus. Dieser Charakter verbindet sie mit den eigentlichen Schlangen, und zwar ist diese Familie das einzige Bindungsglied. Vier Gattungen derselben sind nunmehr seit Kurzem bekannt, welche gleichfalls eine schöne Uebersicht des Ueberganges der gefussten zu den fusslosen Reptilien und der Abnahme in der Vollkommenheit der Ausbildung der Zehen gewähren. Aus einer neuen in Ungarn und der Bncharei vorkommenden Art, Scincus pannonicus Schreibers, bildete ich meine Gattung Ablepharus, welche Liehtenstein nach einer brieflichen Mittheilung im »Verzeichnisse der Doubletten des zoologischen Museum's der königl. Universität zu Berlin,« und im »Naturhistorischen Anhange zu Eversmann's Reise« im Jahre 1823 bekannt machte, und welche ich im ersten Bande der »Verhandlungen der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, 1824« ausführlich beschrieb. Ost-Indien liefert eine schöne zweite Art zu dieser Gattung. Wagler schuf die Gattung Stenostoma aus einer neuen brasilianischen Art, welche einen, vortrefflichen Uebergang zu Ilysia aus der Familie der Ilisioiden und zu Typhlops aus der Familie der Typhlopoiden bildet, und sich an Merrem's Pygopus und durch diesen an dessen Gymnophthalmus anschliesst. Gymnophthalmus verbindet sich durch Ablepharus mit Mabuya aus der Familie der Scincoiden, und Pygopus mit Pygodactylus.

XVII. FAMILIA.

Ilysioidea. Ilysioiden.

GENUS.
Abdomen scutellatum 1. Ilysia.
Ilysie.

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Mit dieser Familie beginnt der zweite Hauptstamm der dritten Zunft der Reptilien welcher die eigentlichen Schlangen mit getrennter Unter-Kinnlade und ausdehnbarem Munde begreift. Der gänzliche Mangel von Angenliedern, bei freien, unbedeckten Augen, ist ein Charakter, den sie alle mit einander gemein haben und nur mit der Familie der Gymnophthalmoiden aus dem ersten Stamme, theilen. Hierdurch sind sie auch und zwar insbesondere durch diese Familie, an die Gymnophthalmoiden geknüpft. welche den einzigen Uebergang zu den eigentlichen Schlangen bilden. Die einzigein dieser Familie isolirt stehende Gattung, ist. Oppel's Tortrix, welche Hemprich in Ilysia umänderte (da schon weit früher eine Insecten-Gattung diesen Namen führte) und für welche Oken die Benennung Anilius und Gray den Namen Torquatrix vorschlugen. Sie verbindet die Familie der Pythonoiden durch die Gattung Eryx höchst natürlich.

XVIII. FAMILIA.

Pythonoidea. Pythonoiden.

GENERA.
Truncus teres 1. Eryx.
Eryx.
Truncus incrassatus. Cauda scutellis divisis nullis. Truncus non compressus 2. Boa.
Boe.
Truncus compressus 3. Xiphosoma.
Xiphosome.
Cauda scutellis divisis 4. Python.
Python.

Durch die Anwesenheit von Aftersporen, deren Bestimmung sich durchaus nicht enträthseln lässt, von allen übrigen Familien der Reptilien deutlich unterschieden, steht diese Familie als Uebergangsglied zu den Ilysioiden und Colubroiden, aus dem Stamme der eigentlichen Schlangen. Zunächst biethet sich hier eine auffallende Verschiedenheit in der Form des Rumpfes dar. Er ist nämlich entweder gleichdick, oder an Dicke zunehmend, zusammengedrückt, oder nicht. Eine weitere Verschiedenheit sehen wir in der Bedeckung der Unterseite des Schwanzes, denn entweder ist derselbe nur mit ganzen Schildchen besetzt, oder mit ganzen und getheilten zugleich. Hierauf sind die vier Gattungen gegründet. Wiewohl dieses letztere Kennzeichen bisweilen durch Zufälle eine Ausnahme erduldet, und sich manchmahl unter ganze Schildchen einige getheilte, und unter getheilte (wie diess bei Gattungen aus anderen Familien öfters der Fall ist) einige ganze einmengen, so ist es doch von grosser Wichtigkeit bei Classification der eigentlichen Schlangen, und ohne Annahme desselben jede richtige Eintheilung unmöglich. Es ist daher in solchen Fällen eine genaue Prüfung

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der Beständigkeit dieses Charakters unumgänglich nothwendig. Rührt die Anwesenheit getheilter Schildchen von Beschädigungen her, so ist est leicht zir erkennen, weit schwieriger aber, wenn Abnormitäten eintreten, und diess ist gewöhnlich beim Vorhandenseyn ganzer Schildchen der Fall. Hat man Gelegenheit mehrere Exemplare untersuchen zu können, so ergibt sich auch hier leicht das Resultat, ist man aber nur im Besitz eines einzigen Individuums, so wird die Untersuchung schwieriger. Doch auch hier verhilft einige Uebung zur Erlangung völliger Ueberzeugung; dehn solche sowohl durch Beschädigung als Abnormität entstandene getheilte oder ganze Schildchen, sind stets nur sehr geringe an der Zahl und erreichen nie die geforderte grössere Menge. Man kann daher getrost die Anwesenheit nur einiger wenigen, für zufällig erkennen. Warum sollte man dieses Kennzeichen nicht annehmen? Durch monströse Ausartung oder Vernarbung, als Folge erlittener Beschädigung, kann ja jedwedes Kennzeichen verunstaltet werden, und in der Zoologie fühlt man ja allenthalben den Mangel bestimmter und scharfer Gränzlinien der Charaktere, ein Umstand, der bei Eintheilung der Schlangen überhaupt, bei der Familie der Colubroiden aber besonders fühlbar wird. Durch Eryx mit Ilysia verbunden, zerfällt die Gattung Boa einerseits durch Xiphosoma in Dipsas, andererseits durch Python in Ilomalopsis aus der Familie der Colubroiden und scbliesst sich vortrefflich an die Gattung Acrochordus aus derselben Familie an. Auch durch Aipysurus ist der Uebergang zu dieser Familie hergestellt, und Erpeton bildet ebenfalls einen Berührungspunct mit Boa. Xyphosoma und Python stehen mit einander in innigster Verwandtschaft.

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XIX. FAMILIA.

Colubroidea. Colubroiden.

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Diese Familie, die zahlreichste unter allen, hegreift ausser der grossen Gattung Coluber der Autoren, noch einige andere Gattungen, welche so häufig ihren Platz im Systeme änderten, und zwar die Gattungen Langaha, Erpeton und Acrochordus, so wie einen Theil der Hydren der Autoren. Die meisten Naturforscher, und selbst der grosse Cuvier glaubten alle Hydren giftig. Letzterer setzte sie in zwei verschiedene Abtheilungen, mit Giftzähnen und undurchbohrten Zähnen in der Ober-Kinnlade zugleich, und bloss allein mit Giftzähnen. Eine genaue Untersuchung, aufmerksam gemacht durch die Beobachtungen La Cepede's und Russel's, die manche Arten als unschädlich beschrieben, lehrte mich, dass sie nicht, wie Cuvier glaubte, nur zwei Abtheilungen angehören, sondern dass es auch wirklich giftlose unter ihnen gebe, welche eine dritte Abtheilung formiren. Diese letzteren sind die Gattungen Pelamis Daudin, Disteira und Aipysurus La Cepede. Wirklich schliessen sich auch diese Gattungen durch Pelamis trefflich an den gleichfalls giftlosen Acrochordus an, von welchem sie in einem natürlichen Systeme durchaus nicht getrennt werden können. Herrlich reihen sich Aipysurus und Acrochordus an Boa aus der Familie der Pythonoiden, und letzterer verbindet die Colubroiden durch Chersydrus, der nebst undurchbohrten Zähnen auch Giftzähne in der Ober-Kinnlade hat, mit der Familie der Bungaroiden. La Cepede's Erpeton, das ebenfalls einen Ausläufer von Boa und Acrochordus bildet, stellt die Verbindung mit Homalopsis her. Bruguiére's Langaha, welche die grösste Verwandtschaft mit Dryophis zeigt, und von dieser Gattung nie getrennt werden kann, theilt mit ihr einen längeren Zahn zu beiden Seiten in der Ober-Kinnlade, welchen Bruguière und mit ihm alle Autoren fälschlich für einen Giftzahn hielten, und bildet ein Endglied im unendlichen Netze der Natur. Das zahlenlose Heer von Arten der Gattung Coluber im Sinne der Autoren, veranlasste das Bedürfniss der Trennung derselben in mehrere Gattungen. Viele haben schon versucht lose Massen von diesem Fels abzuhauen, doch immer scheiterte man im weiteren Fortschreiten bei diesem Unternehmen. Laurenti trennte Dipsas, Latreille sonderte die Gattung Heterodon, Merrem stellte Scytale und Dryinus auf, welche letztere Benennung Boie in Dryophis und Gray in Passerita änderte da schon eine Insecten - Gattung diesen Namen vorlängst führte, und Kuhl schuf aus Linné's Coluber monilis die Gattung Homalopsis. Diess waren so die ausgezeichneteren Enden jener grossen Masse, doch immer blieb noch ein ungeheueres Heer zurück, dessen Trennung unumgänglich nöthig war. Boie verband sich mit mir diese Trennung weiter zu verfolgen. Er ging nach dem Zahnbaue, ich nach äusseren Charakteren, und so fand sich denn, dass wir am Ende ziemlich gleichen Schritt hielten, da der Zahnbau mit den äusseren Kennzeichen stets im Einklange steht, und Boie nur noch feinere Trennungen veranlasste, welche mir aber entbehrlich schienen. Hierdurch entstanden Boie's Gattungen Dendrophis (Ahaetulla Gray) aus Linné's Coluber Ahaetulla, Psammophis (Macrosoma Leach) aus dessen Coluber sibilans, Lycodon aus Coluber aulicus Linné, Xenodon aus seinem Coluber Severus, und endlich seine Gattung Oligodon. Letztere verdient die grösste Aufmerksamkeit der Erpetologen, da sie die einzige unter den wahren Schlangen ist, welcher die Gaumenzähne fehlen. Zwei neue Arten sind die Repräsentanten derselben, Oligodon torquatum und bitorquatum Boie aus Java. Einige gleichfalls neue javanische Arten gaben Veranlassung zur Gründung der Reinwardt'schen Gattung Xeno-

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peltis. Coluber purpurasrens Gmelin und Wag1er's Natrix lacertina sind die Repräsentanten meiner Gattung Malpolon. Aus zwei neuen Arten aus St. Domingo und Brasilien, schuf ich die Gattung Rhinostoma, stellte Coluber plicatilis Linné und seine Verwandten in der Gattung Pseudoeryx zusammen, und erhob Daudin's Coluber Nympha zur besonderen Gattung Nympha. Linné's Coluber canus und Consorten gaben Veranlassung znr Gründung von Duberria, Daudin's Coluber atrocinetus, von Pseudoclaps, und Merrem's Coluber irregularis, von Boiga. Daudin's Coluber Clelia repräsentirt die Gattung Clelia, und Linné's Coluber nebulatus meine Gattung Sibon. Ans Daudin's Coluber Ibiboboca schuf ich die Gattung Tyria, erhob Linné's Coluber viridissimus zur besonderen Gattung Coronella, und dessen Coluber carinatus zur Gattung Chironius. Gmelin's Coluber austriacus und seine Verwandten behielten den alten Namen Coluber. Dipsas, durch Xiphosoma mit den Pythonoiden verbunden, bildet durch Boiga den Uehergang zu Dendrophis, welche mit Psammophis in Verbindung steht, und reiht sich durch Sibon an die Gattung Clelia. Scytale, die sich durch Pseudoeryx mit Homalopsis vereinigt, bildet durch Clelia den Uebergang zu Nympha, welche einerseits in Pseudoelpas zerfällt, andererseits mit Trimeresurus aus der Familie der Bungaroiden in Verbindung steht, und scbliesst sich an die Gattung Bungarus an. Pseudoelaps geht einerseits durch Duberria in Coluber und durch Rhinostoma in Hetcrodon über, der durch Vipera die Verbindung mit den Viperoiden herstellt, und verbindet andererseits Coronella durch Tyria und Coluber mit Chironius, der wieder mit Malpolon in Verwandtschaft steht. Oligodon und Xenopeltis, zwei Ausläufer der Gattung Duberria, stehen ohne weitere Verbindung isolirt als Endglieder, und Coluber scbliesst sich an Lycodon an. Letztere Gattung verbindet Xenodon mit Heterodon, und Malpolon mit Psammophis, die durch Dryophis in Langaha übergeht. Bei diesen letzten sieben Gattungen sind durch einen längeren Zahn zu beiden Seiten in der Ober-Kinnlade, die Giftzähne der Viperoiden schon angedeutet. Die Kennzeichen auf welche alle diese Gattungen gebaut sind, bestehen in der Art und Weise der Bedeckung des Bauches, der Unterseite des Schwanzes, des Scheitels und Rückens, in der Lage der Augen, welche ein besonders gutes Unterscheidungszeichen abgibt, in der Gestalt des Rumpfes, Schwanzes und Rüssels, und in der allgemeinen Form des Bauches, welcher entweder gewölbt oder gewinkelt ist, so wie endlich in der An- oder Abwesenheit von Gaumenzähnen. Diese Merkmahle mit Consequenz verfolgt, geben dreissig Gattungen dieser Familie. Wiewohl diese Charaktere meist nur schwache Gränzen zeigen, und sich fast allenthalben Ueber-gänge nachweisen lassen, so sind sie doch die einzigen, welche einigermassen zum An-haltspuncte dienen können, und jeder Versuch einer anderen Eintheilung jener grossen Gattung Coluber, dürfte gewiss fruchtlos seyn.

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XX. FAMILIA.

Bungaroidea. Bungaroiden.

GENERA.
Abdomen non scutatum, squamatum 1. Chersydrus.*
Chersydr.
scutellatum 2. Leioselasma.*
Leioselasme.
Abdomen scutatum. Cauda scutellis divisis nullis 3. Bungarus.
Bungar.
Cauda scutellis divisis Cervix non expansilis 4. Trimeresurus.
Trimeresur.
Cervix expansilis 5. Naja.
Naje.

Diese Familie, welche bis jetzt nur fünf Gallungen zählt, welche nach der Art der Bedeckung des Bauches und der Unterseite des Schwanzes und nach der Beschaffenheit des Nackens aufgestellt sind, bildet ein vortreffliches Bindungsglied der Colubroiden mit den Viperoiden. In dieser Familie ist gleichfalls ein Theil der Hydren der Autoren eingereiht, und zwar die Gattungen Chersydrus Cuvier und Leioselasma La Cepede. Letztere bildet einerseits durch Chersydrus den Uebergang zu Acrochordus und Pelamis, andererseits zu Disteira und Bungarus, welcher sich wieder an Scytale anreiht, durch Trimeresurus mit Naja und Nympha verbindet, und sich an Elaps kettet, und schliesst sich höchst natürlich an Platurus aus der Familie der Viperoiden an. Nach einer Beobachtung Boie's hat die Gattung Naja hinter dem Giftzahne zu beiden Seiten in der Ober-Kinnlade einen ausgezeichnet undurchbohrten Zahn, und gegehört somit mit vollem Rechte in die Familie der Bungaroiden. Der Name Trimeresurus passt freilich nur auf den von La Cepede angegebenen Charakter (welcher noch andere Gattungen, aus der Familie der Viperoiden und Crotaloiden, unter dieser Benennung begriff), da es Arten gibt, welche bloss allein getheilte Schildchen unter dem Schwanze haben; es schien mir aber überflüssig den Namen zu ändern, da es in der Erpelologie so wie in jedem anderen Zweige der Zoologie so viele unrichtige Benennungen gibt, und Namensveränderungen nur zu Verwirrungen Anlass geben.

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XXI. FAMILIA.

Viperoidea. Viperoiden.

Die acht Gattungen dieser Familie, welche sich an die Colubroiden, Bungaroiden und Crotaloiden anschliesst, sind nach der Gestalt des Rumpfes und Schwanzes, nach der Art der Bedeckung der Unterseite des Schwanzes und des Scheitels, und nach der allgemeinen Form des Bauches gebildet. Letzterer Charakter gab Veranlassung zur Aufstellung meiner beiden. Gattungen Cobra und Aspis, deren erstere durch Daudin's Vipera Atropos und Consorten, letztere durch dessen Vipera Cerastes repräsentirt wird. Auch in dieser Familie erscheint ein Theil der Hydren der Autoren, Latreille's Gattung Platurus. Durch diese Gattung ist ein höchst natürlicher Uebergang mit Leioselasma, und durch Elaps, der ebenfalls einen Ausläufer von Platurus bildet, mit Bungarus, Naja und Sepedon hergestellt. Sepedon, das wieder mit Naja in Verbindung steht, geht durch Vipera (aus Daudin's Vipera Berus gebildet) in Heterbdon, Aspis und Cobra über, welche beiden letzteren Gattungen wieder an einander gekettet sind. Cobra reiht sich an Acanthophis und diese durch Echis an Lachesis aus der Familie der Crotaloiden an.

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XXII. FAMILIA.

Crotaloidea. Crotaloiden.

GENERA.
Crepitaculum nullum. Cauda scutellis integris nullis. Vertex scutatus 1. Trigonocephalus.
Trigonocephal.
Vertex squamatus 2. Craspedocephalus.
Craspedocephal.
Cauda scutellis integris. Vertex scutatus 3. Tisiphone.
Tisiphone.
Vertex squamatus 4. Lachesis.
Lachesis.
Crepitaculum. Vertex scutatus 5. Caudisona.
Caudisone.
Vertex scutellatus 6. Crotalus.
Crotal.

Am Schlusse der eigentlichen Schlangen und der Squamaten überhaupt, steht ohne weitere Verbindung die Familie der Crotaloiden, welche sich einzig und allein nur an die Viperoiden anreiht. Es tritt in dieser Familie ein Ilanptcharakter hervor, dessen Bestimmung sich jedoch nicht erklären lässt, nämlich das Vorhandenseyn von Kopfgruben, liefen Höhlungen zwischen den Augen und Nasenlöchern. Eine zweite Sonderbarkeit, welche sich bei einigen Gattungen dieser Familie zeigt, ist das Vorhandenseyn einer Klapper, aus dünnen hornartigen, in einander greifenden Kapseln, am aussersten Ende des Schwanzes. Auch von diesem Organe kennen wir die Bestimmung noch nicht. Es gab Oppel'n zunächst die. Veranlassung diese nalürliche Familie in zwei Gattungen zu trennen, Trigonocephalus und Crotalus. Die weitere Verschiedenheil aber in der Art der Bedeckung der Unterseile des Schwanzes und des Scheitels, erforderte noch feinere Distinctionen. So schuf Daudin aus denjenigen Arten, welchem die Klapper am Schwanzende fehlt, und welche ganze Schildchen unter, dem Schwanze haben, die Gattung Lachesis, von der ich wieder diejenigen mit, geschildertem Scheitel in einer eigenen Gattung, Tisiplion e vereinigte. Die, übrigen Tngoriocephalen im Oppel'schen Sinne, welche keine ganzen Schildchen unter dem Schwanze haben, zeigten gleichfalls eine Verschiedenheit in der Art der Bedeckung des Scheitels, und hierauf gründete Kuhl seine Gattungen Craspedocephalus und Trigonocephalus, welche Trennung schon Hemprich in seinem Manuscripte andeutete. Nach demselben Grundsatze trennte ich auch Linné's Crotalus miliarius unter der Benennung Caudisona (bei Gray Crotalophorns) von'den übrigen Crotalen. Lachesis bildet das Bindungsglied zwischen dieser Familie und der Familie der Viperoiden durch die Gattung Echis, zerfällt einerseits in Craspedocephalus, andererseits durch Tisiplione in Trigonocephalus, welcher wieder mit Craspedocephalus in Verbindung steht. Crotalus, welcher ebenfalls einen Ausläufer von Craspedocephalus bildet, schliesst sich auch an La-

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cliesis an, und macht durch Caudisona den Uebergang zu Tisiphone und Trigonocephalus.

IV. TRIBUS.

Nuda. Nuden.

FAMILIA.
Oculi latentes 1. Coecilioidea.
Coecilioiden.

Diese Zunft, die vierte und letzte der ersten Ordnung der Reptilien, bildete ich aus der Linné'schen Gattung Caecilia, Cuvier's Coecilia, über deren richtige Stellung im Systeme die Naturforscher so sehr im Streite sind. Viele Charaktere mit den schlangcnartigen Reptilien theilend, durch viele andere wieder an die sirenenartigen geknüpft, steht diese Zunft als herrliches Bindungsglied zwischen beiden. Wiewohl Cuvier behauptet Coecilia zeige Spuren von Schuppen (ungeachtet er sie doch höchst richtig in eine eigene Zunft, die er naukte Schlangen uennt, an den Schluss der Schlangen stellt,) welche Behauptung Professor Mayer zu Bonn im einer besonderen Abhandlung (Nova Acta Acad. C. L. C. Nat. Curios. Tom. XII. Pars II.) beweisen will, so spreche ich ihr doch mit allen anderen Naturforschern, nach den Ansichten, welche wir von Schuppen haben, die Beschuppung gänzlich ab. Ist Coecilia beschuppt, so ist es auch Siren, und alle anderen nackthäutigen Reptilien mit ihr. Denn unter Schuppen verstehen wir nichts anderes, als regelmässig geformte Hauteindrücke, welche bald tiefer, bald seichter eingreifen, und welche der Gattung Coecilia durchaus fehlen. Der schwächste Grad von Beschuppung zeigt sich in der Zunft der Squamaten bei den Gattungen Uroplatus*), Amphisbaena und Leposternon, und was Cuvier und Professor Mayer bei Coecilia für Spuren von Schuppen halten mögen, sind Rauhigkeiten der porösen Haut, wie selbe auch Siren und alle verwandten Gattungen zeigen. Mit vollem Rechte stellen sie daher Oppel und Merrem zu den nackthäutigen Reptilien, und es kömmt nur noch darauf an zu erweisen, ob Coecilia mehr den schlangenartigen oder den sirenenartigen Reptilien verwandt sey, und natürlicher. bei diesen oder jenen stehe. Hier entscheidet einzig und allein nur das Respirationsystem, welches als einer der vorzüglichsten und wichtigsten Charaktere, nur zur Begründung von Classen und Ordnungen angewendet werden darf. Da nun Coecilia nie eine Metamorphose erduldet und die ganze Lebenszeit hindurch bloss allein mit Lungen athmet, und sich hierdurch wesentlich von den sirenen- und froschartigen Reptilien, mithin von der ganzen zweiten Ordnung Dipuoa unterscheidet, so schliesst sie sich

*) Höchst wahrscheinlich, der Analogie nach zu schliessen auch Sarruba, von der wir keine genauere Beschreibung besitzen.

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auch weit besser an die schlangenartigen Reptilien an, und ihr Stand in der ersten Ordnung der Reptilien, Monopnoa, als besondere Familie einer eigenen Zunft ist hierdurch gerechtfertiget.

I. FAMILIA.

Coecilioidea. Coecilioiden.

GENERA.
Truncus non depressus 1. Coecilia.
Coecilie.
Truncus depressus 2. Ichthyophis.
Ichthyophis.

Isolirt steht diese Familie in der Zunft der Nuden, das Bindungsglied der Monopnoën mit den Dipnoën bildend. Beim Ueberblicke der Arten der Cuvier'schen Gattung Coecilia zeigt sich sogleich in der Totalform eine Hauptverschiedenheit, welche zur Trennung meiner Gattung Ichthyophis Veranlassung gegeben hat. Linné's Caecilia glulinosa und eine neue Art aus Java, haben einen deutlich plattgedrückten Körper mit zugespitztem Ende, welcher den übrigen Coecilen durchaus fehlt, und hierauf ist der generische Unterschied gegründet. Coecilia bildet den schönsten Uebergang zu Leposternon aus der Zunft der Squamaten, und durch Ichthyophis zu Amphiuma, Siren und Pseudobranchus, aus der Zunft der Immutabilien in der Ordnung der Dipnoën.

II. ORDO.

Dipnoa. Dipnoën.

TRIBUS.
Metamorphosin subeunt 1. Mutabilia.
Mutabilien.
Metamorphosin subeunt nullam 2. Immutabilia.
Immutabilien.

Höchst philosophisch stellte Leuckart die frosch- und sirenenartigen Reptilien in seiner Abhandlung »Einiges über die fischartigen Amphibien« (Isis. Jahrgang 1821.) durch das Respirationssystem geleitet, in eine Ordnung zusammen, die er sehr passend mit dem Namen Dipnoa belegte. Diese Eintheilung entlehnte er von Latreille, welcher schon in der ersten Ausgabe des »NouveauDictionaire d'histoire naturelle« die frosch- und sirenenartigen Reptilien in einer eigenen Classe, Amphibia, vereinigte. Die-

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se zweite Ordnung der Reptilien, welche sich durch einige Uebergangsglieder an die Monopnoën anreiht, und einen vortrefflichen Uebergang zur Classe der Fische durch andere bildet, zerfallt nach dem überaus wichtigen Charakter der Metamorphose, in zwei ausgezeichnete Zünfte, welche sehr natürlich in einander verschmelzen, und deren Trennung Latreille, Merrem und Leuckart veranlassten. Merrem belegte diese beiden Zünfte mit den Benennungen Mutabilia und Amphipneusta, welchen letzteren Namen ich in Immutabilia umänderte, und welche mir für dieselben passender schienen als die Latreille'schen, Caducibranchia und Perennibranchia, und die von Leuckart vorgeschlagenen, Batrachia und Ichthyoidea.

I. TRIBUS.

Mutabilia. Mutabilien.

Die erste bei weitem zahlreichere Zunft der zweiten Ordnung der Reptilien, theilte ich nach dem ausgezeichneten Charakter des Schwanzes, der Zunge und Zähne, und der Lage des Ohres, in fünf natürliche Familien, welche sich trefflich an einander reihen, und durch die Familie der Salamandroiden, deren Gattungen nach erlittener Metamorphose den Schwanz beibehalten, während die Gattungen der übrigen Familien bei erlangter völliger Ausbildung denselben verlieren, den schönsten Uebergang zu den Imrnutabilien machen.

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I. FAMILIA.

Ranoidea. Ranoiden.

GENERA.
torosi. Palmae tetradactylae, plantae pentadactylae 1. Hyla.
Digiti dilatati, Hyle.
Palmae plantaeque tetradactylae 2. Calamita.
Calamite.
graciles 3. Hylodes.
Hylode.
torosi. Palpebrae humiles 4. Rana.
Digiti non dilatati, Rane.
Palpebrae elevatae 5. Ceratophrys.
Ceratophrys.
graciles 6. Leptodactylus.
Leptodactyl.

Diese Familie, welche einerseits den Uebergang zu den Ascalaboloiden aus der Ordnung der Monopnoën bildet, reibt sich andererseits unter den Dipnoën an die Bufonoiden und Bombinatoroiden an. Die grosse Menge von Arten in den Gattungen Hyla und Rana der Autoren, erforderte feinere Trennungen, welche bei dem Umstande, als sich auch hier manche Charaktere, eben so wie bei den Colubroidcn aus der Ordnung der Monopnoën in einander verschmelzen, sehr schwierig wurden. So trennte Boie zuerst Rana cornuta der Autoren als eigene Gattung Ceratophrys. Eine spätere genauere Untersuchung lehrte aber, dass hierunter nicht nur verschiedene Arten, sondern sogar auch zwei ausgezeichnete Gattungen verstanden seyen, welche theils in diese Familie, theils in die Familie der Bombinatoroiden gehören, und es bleibt daher zweifelhaft, ob die Kuhl'sche Gattung Megophrys, von der wir keine genauere Beschreibung besitzen, ident mit Ceratophrys, (was das wahrscheinlichere ist) oder mit der Gattung Stombus aus der Familie der Bombinatoroiden sey. Das grosse Heer von Hylen und Ranen wurde, aber durch diese Trennung eben nicht vermindert. Ich stellte daher White's, Rana caerulea aus Neu-Holland, im Sinne Daudin's eine Hyla, jedoch nur mit vier Zehen an den Hinterfüssen, sehr weiter Mundöffnung und spitzigem Rüssel wie bei Pipa, als besondere Gattung, Calamita auf, trennte von den Hylen die, Arten mit schmächtigen Zehen unter der Benennung Hylodes, und eben so von den Ranen als Gattung Leptodactylus. Hyla, bei welcher die ausgebreiteten Zehen mancher Ascalabotoiden schon angedeutet sind, bildet, wiewohl bei fehlenden Zwischengliedern, den Uebergang zu Sarruba, schliesst sich durch Calamita an Pipa an, und vereinigt sich durch Hylodes mit Leptodactylus, welcher einerseits in Physalaemus aus der Familie der Bombinatoroiden, andererseits durch Rana in Ceratophrys und Bufo übergeht. Ceratophrjs reiht sich durch Stombus trefflich an die Familie der Bombinatoroiden, und bildet gleichfalls einen Uebergang zu Bufo.

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II. FAMILIA.

Bufonoidea. Bufonoiden.

GENERA.
Rostrum hreve 1. Bufo.
Bufo.
Rostrum longum 2. Rhinella.*
Rhinelle.

Durch den gänzlichen Mangel der Zähne von den Ranoiden verschieden, steht diese Familie im Mittel zwichen diesen und den Bombinatoroiden. Ans Spix's Oxyrhynchus proboscideus bildete ich meine Gattung Rhinella. Die übrigen Arten, welche Spix unter seiner Gattimg Oxyrhynchus begreift, sind wahre Bufonen mit höchst unbedeutend längerem Rüssel. Die Benennung Oxyrhynchus musste jedoch geändert werden, da schon früher eine Vogelgattung diesen Namen führte. Bufo verbindet sich durch Rana und Ceratophrys mit den Ranoiden, bildet durch Bombinalor und Stombus den Uebergang zu den Bombinatoroiden, und durch Rhinella zu Pipa ans der Familie der Pipoiden. Durch die äusserlich sichtbaren Ohrendrüsen dieser Gattung, welche bei manchen Arten in ungeheuerer Grösse hervortreten, schliesst sie sich auch an Salamandra aus der Familie der Salamandroiden an.

III. FAMILIA.

Bombinatoroidea. Bombinatoroiden.

GENERA.
Digiti torosi. Palpebrae humiles 1. Bombinator.
Rictus amplus. Bombinator.
Palpebrae elevatae 2. Stombus.
Stomb.
Digiti graciles 3. Physalaemus.
Physalaem.
Rictus angustus. Palmae tetradactylae, plantae pentadactylae 4. Engystoma.
Engystome.
Palmae plantaeque tridactylae 5. Brachycephalus.
Brachycephal.

Durch die mit der Haut bedeckten Ohren mit den Pipoiden verwandt, steht diese Familie im Mittel zwischen diesen, den Bufonoiden und Ranoiden. Die Grösse der Mundöffnung, welche bei dieser Familie auffallende Verschiedenheiten darbicthet, die Form und Anzahl der Zehen und die Gestalt der Augenlieder, veranlasste die Tren-

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nung in vier Gattungen. Gravenhorst war der erste, welcher durch eine genaue Untersuchung zeigte, dass unter Rana cornuta der Autoren zwei verschiedene Gattungen verborgen seyen, und trennte diejenigen mit bedecktem Ohre unter der Benennung Stombus. Von den übrigen weitmauligen sonderte ich, wie bei Hyla und Rana, die Arten mit schmächtigen Zehen als eigene Gattung Physalaemus, und trennte die engmauligen nach der Anzahl der Zehen in zwei Gattungen, Engystoma und Brachycephalus. Zu ersterer Gattung gibt Linné's Rana gibbosa, zu letzterer Spix's Bufo ephippium den Repräsentanten. Auch Merrem bildete aus der Linné'sehen Rana gibbosa eine eigene Gattung, Brcviceps, da aber die Charaktere derselben auch auf Arten aus anderen Gattungen ausgedehnt werden können, so zog ich meine gleichzeitig aufgestellte Gattung Engystoma vor. So sind zum Beispiele Merrem's Rana bufonia, Bufo ventricosus, Bombinator ventricosus und Systoma, und Pipa laevis wahre Engystomen. Durch Physalaemus mit Leptodactylus aus der Familie der Ranoiden verbunden, schliesst sich Bombinator an Bufo an, geht durch Engystoma und Brachycephalus, welche gleichfalls mit einander in Verbindung stehen, in Pipa über, und reiht sich durch Stombus an Ceratophrys und Bufo.

IV. FAMILIA.

Pipoidea. Pipoiden.

GENUS.
Digiti palmarum apice quadrifidi 1. Pipa.
Pipe.

Durch den gänzlichen Mangel einer Zunge von allen Reptilien unterschieden, steht die Gattung Pipa in dieser Familie isolirt, und verbindet sich einerseits mit Calamita aus der Familie der Ranoiden, andererseits mit Engystoma und Brachycephalus aus der Familie der Bombinatoroiden, und schliesst sich durch Rhinella auch an die Bufonoiden an. Durch die vierfach getheilten Endglieder der Zehen an den Vorderfüssen, ist die Ausbreitung derselben, welche bei Calamita, Hyla und Ilylodes so deutlich hervortritt, schon angedeutet. Höchst auffallend ist bei dieser Gattung die Art der Ausbrütung der Jungen, auf dem Rücken, welche sonst bei keiner bekannten Gattung der Mutabilien statt findet.

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V. FAMILIA.

Salamandroidea. Salamandroiden.

GENERA.
Cauda non compressa. Palmae tetradactylae, plantae pentadactylae 1. Salamandra.
Salamandre.
Palmae plantaeque tetradactylae 2. Salamandrina.
Salamandrine.
Cauda compressa 3. Triton.
Triton.

Die Beibehaltung des Schwanzes nach erlittener Metamorphose ist ein Kennzeichen, das diese Familie von allen übrigen Mulabilien auszeichnet. Der Gestalt nach mit den Immutabilien höchst verwandt, bildet diese Familie ein herrliches Bindungsglied mit denselben. Nach der Gestalt des Schwanzes und Anzahl der Zehen sind die drei Gattunsen derselben gebildet. Schon Laurenti trennte die Arten mit zusammenecdrücktem Schwanze, welche sich auch als eyerlegende von den eigentlichen, lebendiggebärenden Salamandren unterscheiden, unter der Benennung Triton, welche Leuckart in Oiacurus und Merrem höchst barbarisch in Molge umänderte, da einst eine Linné'sche, nunmehr aber eingegangene Galtung aus derClasse der Cirripeden diesen Namen führte. Aus La Cepede's Salamandra tridaetyla, Savi's Salamandra perspicillata, welche aber nicht wie La Gepede angibt, nur drei, sondern ausgezeichnet vier Zehen an den Füssen hat, schuf ich die Galtung Salamandrina. Salamandra, die sich durch die äusserlich sichtbaren Ohrendrüsen an Bufo anschliesst, bildet einen vortrefflichen Uebergang zu Sarruba aus der Familie der Ascalahotoiden der ersten Ordnung, zerfällt einerseits in Salamandrina, andererseits in Triton, die wieder mit einander in Verbindung stehen, und reiht sich durch letzteren höchst natürlich an Cryptobranchus aus der Zunft der Immutabilien an.

II. TRIBUS.

Immutabilia. Immutabilien.

FAMILIAE.
Branchiae in fossula jacentes 1. Cryptobranchoidea.
Cryptobranchoiden.
Branchiae liberae 2. Phaenerobranchoidea.
Phaenerobranchoiden.

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Die zweite und letzte Zunft der zweiten Ordnung der Reptilien, besteht aus einigen Gattungen, welche erst in der neueren Zeit für selbstständig erkannt wurden, und welche man früher nur für unvollkommene, unausgebildete Thiere aus der Familie der Salamandroiden gehalten hatte, da sie eben so wie die Quappen dieser, mit Kiemen versehen sind. Nach der Lage dieser Kiemen trennen sie sich in zwei höchst natürliche Familien, welche sich treftlich an einander reihen, und ein herrliches Bindungsglied der Classe der Reptilien mit den Fischen bilden.

I. FAMILIA.

Cryptobranchoidea. Cryptohranchoiden.

GENERA.
Oculi aperti 1. Cryptobranchus.
Cryptobranch.
Oculi latentes 2. Amphiuma.*
Amphiune.

In der Mitte zwischen den Salamandroiden und Phaenerobranchoiden steht diese Familie, welche sich auch an die Coecilioiden aus der Ordnung der Monopnoën anreiht. Leuckart war der erste, der durch die Aufstellung seiner Gattung Cryptobranchus, aus Barton's Salamandra gigantea, späterhin Protanopsis gigantea, welche Harlan höchst unrichtig Abranchus, später Menopoma nannte, auf das wichtige Kennzeichen dieser Familie aufmerksam machte. Die zweite schon von Garden aufgestellte Gattung Amphiuma, welche Mitchill in Chrysodonta umänderte, war schon dem grossen Linné bekannt, der die ihm von Garden aus Nord- Amerika übersebickte Art, in der Meinung dass sie eine Quappe seyn könnte, damahls nicht in sein System aufzunehmen wagte, und vorläufig mit der Benennung Sireni simile belegte. Durch Gryptobranchus ist der schönste Uebergang von Triton zu Phaenerobranchus und Amphiuma hergestellt. Letztere verbindet sich einerseits mit Ichthyophis aus der Familie der Coecilioiden, andererseits mit Siren aus der Familie der Phaenerobranchoiden.

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II. FAMILIA.

Phaenerobranchoidea. Phaenerobranchoiden.

GENERA.
Pedes quatuor. Palmae plantaeque tetradactylae 1. Phaenerobranchus.
Phaenerobranch.
Palmae tridactylae, plantae didactylae 2. Hypochthon.
Hypochthon.
Pedes duo. Palmae pentadactylae 3. Siren.
Siren.
Palmae tridactylae 4. Psendobranchus*.
Pseudobranch.

Den Schluss der Immutabilien und der Glasse der Reptilien überhaupt, macht die zweite und letzte Familie derselben, welche den schönsten Uebergang zu den Coecilioiden und Cryptobranchoiden, und zur Classe der Fische bildet. Nach der Anzahl der Füsse und Zehen sind die vier höchst ausgezeichneten Gattungen geschaffen. Laurenti's Proteus anguinns, der schon allerlei Benennungen erhielt, da eine Gattung aus der Classe der Infusorien den Namen Proteus allgemein und mit weit grösserem Rechte führet, behielt zuletzt den von Merrem vorgeschlagenen Namen Hypochthon als des passendsten. Le Conte's Siren striata aus Nord-Amerika, ist der Repräsentant der Gray'schen Gattung Pseudobranchns. Aus La Cepede's Proteus tetradaetylus, Say's Triton lateralis, aus Nord-Amerika, schuf ich die Gattung Phaenerobranchus, (Menobranchus Harlan, Necturus Rafinesque,) welche sich treulich an Cryptobranchus anreiht, und durch Hypochtlion mit Siren verbindet, die sich einerseits wieder an Ichthyophis aus der Familie der Coecilioiden anschliesst, andererseits aber in Pseudobranchus übergeht, der sich ebenfalls an Ichthyophis kettet, und durch die Gattung Aptcrichthys den natürlichsten Uebergang zu den Fischen bildet.

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Verzeichniss

der

im k. k. zoologischen Museum zu Wien befindlichen

Reptilien.

I. ORDO. Monopnoa. Monopnoën.

I. TRIBUS. Testudinata. Testudinaten.

I. FAMILIA. Carettoidea. Carettoiden.

1. GENUS. Caretta. Carette.

1. C. imbrieata. Merrem. Geschindelte. C. Ex America meridionali.

2. C. virgata. m. Gestriemte. C. (Chelonia virgata. Schweigger.) Ex America, Brasilia et Insula St. Dominici.

3. C. Mydas. m. Mydas. C. (Testudo Mydas. Linnë.) Ex America meridionali.

4. C. atra. Merrem. Schwarze C. Ex Europa, Italia.

5. C. Caouana. m. Caouana C. (Chelonia Caouana. Schweigger.) Ex Europa, Italia.

II. FAMILIA. Testudinoidea. Testudinoiden.

1. GENUS. Testudo. Testude.

1. T. Vosmaeri. m. Vosmaer's T. (Testudo indica. α. Schweigger.) Ex Africa, Promontorio bonae spei.

2. T. Schöpfii. M. Schöpf's T. Patria ignota.

3. T. marginata. Schweigger. Breitrandige T. Ex Africa, Aegypto.

4. T. tabulata. Schweigger. Getäfelte T. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

5. T. carbonaria. Spix. Kohlenfarbige T. Ex America, Brasilia.

6. T. radiata. Schweigger. Gestrahlte T. Ex Africa, Insula Madagascar.

7. T. geometrica. Schweigger. Geometrische T. Ex Africa, Promonlorio bonae spei.

8. T. areolata. Schweigger. Gefelderte T. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

9. T. graeca. Schweigger. Griechische T. Ex Europa, Dalmatia et Hungaria.

10. T. Schweiggeri. Mus. Vindob. Schweigger's T. Ex America, Brasilia.

III. FAMILIA. Emydoidea. Emydoiden.

1. GENUS. Terrapene. Terrapene.

1. T. virgulata. m. Gestriemte T. (Emys virgulata. Schweigger.) Ex America septentrionali.

[page] 45

2. T. clausa, m. Geschlossene T. (Emys clausa. Schweigger.) Ex America septentrionali.

3. T. Couro. m. Couro T. (Emys Couro. Schweigger.) Ex Asia, Insula Java.

4. T. pensylvanica. Merrem. Pensylvanische T. Ex America, Pensylvania.

5. T. scorpioidea. m. Scorpionsschwänzige T. (Emys scorpioidea. Schweigger.) Ex America, Surinamia.

6. T. Retzii. m. Retz's T. (Emys Retzii. Schweigger.) Patria ignota.

2. GENUS. Emys. Emyde.

1. E. Spengleri. Schweigger. Spengler's E. Patria ignota.

2. E. dorsata. Schweigger. Rückenwülstige E. Ex America, Surinamia.

3. E. Ilasseltii. Boie. Hasselt's E. Ex Asia, Insula Java.

4. E. serrata. Schweigger. Sägerandige E. Ex America septentrionali.

5. E. reticulata. Schweigger. Genetzte E. Ex America septentrionali.

6. E. centrata. Schweigger. Bekreisete E. Ex America septentrionali.

7. E. lutaria. Schweigger. Schlamm E. Ex Europa, Hispania.

8. E. europaea. Schweigger. Europäische E. Ex Europa, Hungaria et Gallia.

9. E. picta. Schweigger. Bemahlte E. Ex America septentrionali.

10. E. galeata. Schweigger. Gehelmte E. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

11. E. guttata. Schweigger. Betropfte E. Ex America septentrionali.

12. E. scripta. Schweigger. Schriftzeichen E. Patria ignota.

13. E. expansa. Schweigger. Ausgebreitete E. Ex America, Brasilia.

14. E. depressa. Maximilian von Neuwied. Flachgedrückte E. Ex America, Brasilia.

15. E. planiceps. Schweigger. Flachköpfige E. Ex America, Guiana.

3. GENUS. Chelodina. Chelodine.

1. C. Maximiliani. m. Maximilian's C. (Emys Maximiliani. Mikan.) Ex America, Brasilia.

2. C. radiolata. m. Gestralilte C. (Emys radiolata. Mikan.) Ex America, Brasilia.

3. C. geoffroana. m. Geoffroy'sche C. (Emys geoffroana. Schweigger.) Ex America, Brasilia.

4. GENUS. Chelydra. Chelydre.

1. C. serpentina. Schweigger. Schlangenhälsige C. Ex America septentrionali.

IV. FAMILIA. Chelydoidea. Chelydoiden.

1. GENUS. Chelys. Chelyde.

1. C. fimbriata. Schweigger. Gefranzte C. Ex America, Guiana.

V. EAMILIA. Trionychoidea. Trionychoiden.

1. GENUS. Trionyx. Trionyx.

1. T. javanicus. Schweigger. Javanischer Trionyx. Ex Asia, Insula Java.

2. T. aegyptiacus. Schweigger. Aegyptiscber T. Ex Africa, Aegypto.

[page] 46

II. TRIBUS. Loricata. Loricaten.

I. FAMILIA. Ichthyosauroidea. Ichthyosauroiden.

4. GENUS. Ichthyosaurus. Ichthyosaur.

1. I. communis. Conybeare. Gemeiner I. Ex Europa, Bavaria.

II. FAMILIA. Crocodiloidea. Crocodiloiden.

3. GENUS. Gavialis. Gavial.

1. G. tenuirostris. Cuvier. Dünnrüsseliger G. Ex Asia, India.

2. G. gangeticus. Cuvier. Ganges G. Ex Asia, India.

4. GENUS. Crocodilus. Crocodil.

1. C. acutus. Cuyier. Spitzrüsseliger C. Ex America, Insula St. Dominici.

2. C. vulgaris. Cuvier. Gemeiner C. Ex Africa, Aegypto.

3. C. biporcatus. Cuvier. Zweilcistiger C. Ex Asia, Insula Timor et Java.

5. GENUS. Alligator. Alligator.

1. A. trigonatus. Cuvier. Dreyeckscbuppiger A. Ex Africa, Senegambia.

2. A. Sclerops. Cuvier. Augenleistiger A. Ex America, Brasilia.

3. A. Lucius. Cuvier. Hechtrüsseliger A. Ex America septentrionali.

III. TRIBUS. Squamata. Squamaten.

I. FAMILIA. Ascalabotoidea. Ascalabotoiden.

2. GENUS. Uroplatus. Uroplat.

1. U. fimbriatus. Cuvier. Gefranzter U. Ex Africa, Insula Madagascar.

3. GENUS. Ptyodactylus. Ptyodactyl.

1. P. porphyreus. Cuvier. Porphyrfleckiger P. Ex America, Insula Dorre.

2. P. lobatus. Cuvier. Gelappter P. Ex Africa, Aegypto.

4. GENUS. Hemidactylus. Hemidactyl.

1. H. sericeus. M. Sammtartiger H. Ex Africa, Aegypto.

2. H. platyurus. Cuvier. Plattschwänziger H. Patria ignota.

3. H. javanicus. Cuvier. Javanischer H. Ex Asia, Insula Java.

4. H. tuberculosus. m. Höckeriger H. (Gecko tuberculosus. Raddi.) Ex America, Brasdia.

5. H. triedrus. Cuvier. Dreyeckschuppigcr H. Ex Africa, Aegypto, et Europa, Dalmatia.

6. H. gelatinosus. m. Gallertartiger H. (Gecko gclatinosus. Mus. Paris.) Ex Australia, Nova Hollandia.

[page] 47

5. GENUS. Thecadactylus. Thecadactyl.

1. T. laevis. Cuvier. Glatter T. Ex America, Surinamia.

6. GENUS. Ptychozoon. Ptychozoon.

1. P. homalocephalum. Kuhl. Flachköpfiges P. Ex Asia, Insula Java.

7. GENUS. Platydactylus. Platydactyl.

1. P. guttatus. Cuvier. Betropfter P. Ex Asia, Insula Java.

2. P. vittatus. Cuvier. Binden P. Ex Asia, Amboina et Insula Java.

3. P. cepedeanus. Cuvier. Cepede'scher P. Ex Africa, Insula Franciae.

8. GENUS. Ascalabotes. Ascalabote.

1. A. annulatus. m. Schwanzringiger A. (Gecko annulatus. Geoffroy.) Ex Africa, Aegypto.

2. A. fascicularis. m. Bündel A. (Platydactylus fascicularis. Cuvier.) Ex Europa, Hispania et Sardinia.

3. A. ocellatus. m. Gecäugelter A. (Platydactylus ocellatus. Cuvier.) Ex Africa, Insula Franciae.

9. GENUS. Stenodactylus. Stenodactyl.

1. S. pipiens. m. Piepender S. (Ascalabotes pipiens. Lichtenstein.) Ex Asia, Tataria.

2. S. elegans. m. Zierlicher S. (Ascalabotes stenodactylus. Lichtenstein.) Ex Africa, Aegypto.

3. S. geckoides. m. Geckoartiger S. (Gymnodactylus geckoides. Spix.) Ex America, Brasilia.

10. GENUS. Phyllurus. Phyllur.

1. P. marmoratus. Boie. Marmorfleckiger P. Ex Asia, Insula Java.

2. P. platurus. Cuvier. Plattschwänziger Phyllur. Ex Australia, Nova Hollandia.

II. FAMILIA. Chamaeleonoidea. Chamaeleonoiden.

1. GENUS. Chamaeleon. Chamaeleon.

1. C. africanus. m. Afrikanischer C. (Chamaeleo afncanus. Kuhl.) Ex Africa, Aegypto, Tuneto et Tripoli.

2. C. leptopus. Schreibers. Zartfüssiger C. Ex Africa, Aegypto.

3. C. senegalensis. m. Senegal C. (Chamaeleo senegalensis. Kuhl.) Ex Africa, Senegambia.

4. C. pumilus. m. Zwerg C. (Chamaeleo pumilus. Kuhl.) Ex Africa, Promontorio bonae spei.

III. FAMILIA. Pneustoidea. Pneustoiden.

3. GENUS. Phrynocephalus. Phrynocephal.

1. P. auritus. m. Ohrlappigger P. (Agama anrita. Lichtenstein.) Ex Asia, Bucharia.

2. P. uralensis. Caup. Uralischer P. Ex Asia, Bucharia.

[page] 48

3. P. interscapularis. m. Schulterfleckiger P. (Agama interscapularis. Lichtenstein.) Ex Asia, Bucharia.

4. P. caudivolvulus. m. Wickelschwänziger P. (Agama caudivolvula. Lichtenstein.) Ex Asia, Tataria.

IV. FAMILIA. Draconoidea. Draconoiden.

3. GENUS. Draco. Draco.

1. D. fimbriatus. Kuhl. Gefranzter D. Ex Asia, Insula Java.

2. D. viridis. Boie. Grüner D. Ex Asia, Insula Java.

3. D. lineatus. Kuhl. Lineirter D. Ex Asia, Insula Java.

4. D. timoriensis. Kuhl. Timorischer D. Ex Asia, Insula Timor.

V. FAMILIA. Agamoidea. Agamoiden.

1. GENUS. Xiphosurus. Xiphosur.

1. X. Cuvieri. m. Cuvier's X. (Anolis Cuvieri. Merrem.) Ex America, Insula St. Dominici.

2. X. equestris. m. Ritterlicher X. (Anolis ecpiestris. Merrem.) Ex America, Insula St. Dominici.

3. X. bimaculatus. m. Zweifleckiger X. (Anolis bimaculatus. Merrem.) Ex America, Insnlis Antillis.

4. X. principalis. m. Fürstlicher X. (Anolis principalis. Merrem.) Ex America, Insula St. Dominici et Martini.

2. GENUS. Anolis. Anolis.

1. A. bullaris. Merrem. Blasenkehliger A. Ex America, Insula St. Dominici.

2. A. Cepedii. Merrem. Cepede's A. Ex America, Insula St. Martini.

3. A. viridissimus. Raddi. Hochgrüner A. Ex America, Brasilia.

4. A. Sebae. Merrem. Seba's A. Ex America, Brasilia.

5. A. Edwardsii. Merrem. Edwards's A. Ex America, Insula Nevis.

3. GENUS. Basiliscus. Basilisk.

1. B. amboinensis. Daudin. Amboinischer Basilisk. Ex Asia, Amboina.

4. GENUS. Iguana. Iguane.

1. I. tuberculata. Cuvier. Höckerige I. Ex America, Brasilia.

2. I. caerulea. Cuvier. Blaue I. Ex America.

3. I. cornuta. Cuvier. Gehörnte I. Ex America, Insula St. Dominici.

5. GENUS. Ophryessa. Ophryesse.

1. O. supcrciliosa. Boie. Augenliedkämmige O. Ex America, Brasilia.

2. O. catenata. Boie. Kettenstreifige O. Ex America, Brasilia.

3. O. margaritacea. Boie. Perlenfarbige O. Ex America, Brasilia.

4. O. Umbra. m. Schattenfleckige O. (Agama Umbra. Kuhl.) Ex America, Surinamia.

[page] 49

6. GENUS. Lophyrus. Lophyr.

1. L. giganteus. Boie. Riesiger L. Ex Asia, Insula Java.

2. L. Kuhlii. Boie. Kuhl's L. Ex Asia, Insula Java.

7. GENUS. Calotes. Calote.

1. C. Tiedemanni. Boie. Tiedemann's C. Ex Asia. India.

2. C. gutturosus. Boie. Grosskehliger C. Ex Assia, Insula Java.

3. C. cristatellus. Boie. Kleinkämmiger C. Ex Asia, Insula Java.

4. C. tympanistrigus. Boie. Ohrenstreifiger C. Ex Asia, Insula Java.

5. C. versicolor. Merrem. Bunter C. Ex Asia, India.

8. GENUS. Polychrus. Polychrus.

1. P. geometricus. M. Geometrischer P. Patria ignota.

2. P. marmoratus. Cuvier. Marmorfleckiger P. Ex America, Brasilia.

9. GENUS. Ecphymotes. Ecphymote.

1. E. Plica. m. Seitenfaltiger E. (Agama Plica. Daudin.) Ex America, meridionali.

2. E. undulatus. Mus. Vindob. Wellenstreifiger E. Ex America, Brasilia.

3. E. pictus. Mus. Vindob. Bemahlter E. Ex America, Brasilia

4. E. acutirostris. m. Spitzrüsseliger E. (Polychrus acutirostris. Spix.) Ex America, Brasilia.

10. GENUS. Agama. Agame.

1. A. jacksoniensis. Kuhl. Jacksonische A. Ex Australia, Nova Hollandia.

2. A. sanguinolenta. Lichtenstein. Blutige A. Ex Asia, Tataria.

3. A. Colonorum. Kuhl. Colonieen A. Ex Africa, Guinea.

4. A. atra. Kuhl. Schwarze A. Ex Africa, Promontorio honae spei.

11. GENUS. Tapaya. Tapaye.

1. T. orbicularis. Cuvier. Kreisbauchige T. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

2. T. gemmata. Cuvier. Geschmückte T. Ex Africa, Aegypto.

3. T. deserti. m. Wüsten T. (Agama deserti. Lichtenstein.) Ex Africa, Aegypto.

13. GENUS. Tropidurus. Tropidur.

1. T. torquatus. Maximilian von Neuwied. Halsband T. Ex America, Brasilia.

2. T. Nattereri. Mus. Vindob. Natterer's T. Ex America, Brasilia.

3. T. Schreibersii. M. Schreibers's T. Ex America, Insula St. Dominici.

14. GENUS. Stellio. Stellio.

1. S. muricatus. m. Stacheliger S. (Agama muricata. Cuvier.) Ex Australia, Nova Hollandia.

2. S. vulgaris. Cuvier. Gemeiner S. Ex Africa, Aegypto.

3. S. brevicaudatus. Cuvier. Kurzschwänziger S. Ex America, Guiana.

15. GENUS. Uromastyx. Uromastyx.

1. U. spinipes. Merrem. Dornfüssiger U. Ex Africa, Aegypto.

7

[page] 50

2. U. occllatus. Lichtenstein. Geäugelter U. Ex Africa; Nubia.

3. U. similis. M. Aehnlicher U. Ex Africa, Aegypto.

VI. FAMILIA. Cordyloidea. Cordyloiden.

1. GENUS. Cordylus. Cordyl.

1. C. verns. Cuvier. Wahrer C. Ex Africa, Proraontorio bonae spei.

2. C. brasiliensis. Mus. Vindob. Brasilianischer C. Ex America, Brasilia.

4. GENUS. Chamaesaura. Chamaesaure.

1. C. anguinea. Schneider. Anguisartige C. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

VII. FAMILIA. Tachydromoidea. Tachydromoiden.

1. GENUS. Tachydromus. Tachydrom.

1. T. Schreibersii. Mus. Vindob. Schreibers's T. Ex America, Brasilia.

2. T. sexlineatus. Daudin. Sechsliniger T. Ex Asia, Insula Java.

VIII. FAMILIA. Ophisauroidca. Ophisauroiden.

1. GENUS. Saurophis. Saurophis.

1. S. Seps. m. Seps S. (Lacerta Seps. Linné) Patria ignota.

2. GENUS. Pseudopus. Pseudopus.

1. P. Oppelii. M. Oppel's P. Ex Europa, Dalmatia.

3. GENUS. Ophisaurus. Ophisaur.

1. O. ventralis. Daudin. Kurzbauchiger O. Ex America septentrionali.

IX. FAMILIA. Chalcidoidea. Chalcidoiden.

3. GENUS. Brachypus. Brachypus.

1. B. Cuvieri. M. Cuvier's B. Patria ignota.

X. FAMILIA. Ameivoidea. Ameivoiden.

2. GENUS. Tupinambis. Tupinambis.

1. T. bivittatus. Kuhl. Zweibindiger T. Ex Asia, Insula Java.

2. T. cepedianus. Kuhl. Cepede'scher T. Patria ignota.

3. T. variegalus. Kuhl. Buntscheckiger T. Ex Australia, Nova Hollandia.

4. T. bengalensis. Kuhl. Bengalischer T. Ex Asia, Bengala.

5. T. stellatus. Kuhl. Gesternter T. Ex Africa, Aegypto.

3. GENUS. Varanus. Varan.

1. V. niloticus. m. Nil V. (Tupinambis niloticus. Kuhl.) Ex Africa, Aegypto.

2. V. exanthematicus. Merrem. Exanthemfleckiger V. Ex Africa, Aegypto.

4. GENUS. Psammosaurus. Psammosaur.

1. P. griseus. m. Grauer P. (Tupinambis griseus. Kuhl.) Ex Africa, Aegypto.

[page] 51

7. GENUS. Monitor. Monitor.

1. M. Teguixin. Cuvier. Teguixin M. Ex America, Brasilia.

8. GENUS, Ameiva. Ameive.

1. A. bimaculata. M. Zweifleckige A. Ex America, Brasilia.

2. A. litterata. Cuvier. Schriftzeiclien A. Ex America, Surinamia.

3. A. lateristriga. Cuvier. Seitenstreifige A. Ex America, Brasilia.

4. A. Argus, m. Argus A. (Lacerta Ameiva. Linnë.) Ex America, meridionali.

5. A. murina. m. Mäusefressende A. (Tejus murinus. Boie.) Ex America, Surinamia.

6. A. boskiana. m. Bosc'sche A. (Lacerta boskiana. Daudin.) Ex America, Insula St. Dominici.

9. GENUS. Tejus. Tej.

1. T. Teyou. m. Teyou T. (Lacerta Teyou Daudin.) Ex America, Brasilia.

10. GENUS. Pseucloameiva. Pseudoameive.

1. P. calcarata. m. Gespornte P. (Kentropyx calcaratus. Spix.) Ex America, Brasilia.

2. P. striata, m. Kielstreifige P. (Lacerta striata. Daudin.) Ex America, Brasilia.

XI. FAMILIA. Lacertoidea. Lacertoiden.

1. GENUS. Lacerta. Lacerte.

1. L. sexlineata. Linné. Sechslinige L. Ex America seplentrionali.

2. L. pardalis. Lichtenstein. Pantherfleckige L. Ex Africa, Aegypto.

3. L. velox. Lichtenstein. Schnelle L. Ex Europa, Hispania.

4. L. leucosticta. Lichtenstein. Weissfleckige L. Ex Asia, Tataria.

5. L. variabilis. Lichtenstein. Veränderliche L. Ex Asia, Tataria.

6. L. grammica. Lichtenstein. Schriftzeichen L. Ex Africa, Nubia.

7. L. maderensis. M. Madera'sche L. Ex Africa, Insula Madera.

8. L. muralis. m. Mauer L. Ex Europa, Austria, Hungaria, Illyria et Hispania.

Variatio α L. m. maculata. m. Gefleckte M. L. (Lacerta maculata. Daudin.) Ex Europa, Hungaria et Italia.

Variatio β. L. m. lepida m. Liebliche M. L. (Lacerta lepida Daudin.) Ex Europa Illyria et Italia.

Variatio γ. L. m. Brongniardii. m. Brongniard's. M. L. (Lacerta Brongniardii. Daudin.) Ex Europa, Italia.

9. L. rubropunctata. Lichtenstein. Rothpunctirte L. Ex Africa, Nubia.

10. L. guttulata. Lichtenstern. Betröpfelte L. Ex Africa, Nubia.

11. L. ocellata. Daudin. Geäugelte L. Ex Europa, Gallia et Hispania.

12. L. agilis. m. Behende L. Ex Europa, Austria et Hungaria.

Variatio α. L. a. Erythronotus. m. Rothrückige. B. L. (Seps ruber. Laurenti.) Ex Europa, Austria.

13. L. viridis, m. Grüne L. Ex Europa, Austria et Hungaria.

14. L. Tiliguerta. Daudin. Tiliguerta L. Ex Europa, Italia.

7 *

[page] 52

15. L. crocea. m. Safranbauchige L. Ex Europa, Dania, Silesia, Bohemia, Austria et Illyria.

16. L. nigra. Wolf. Schwarze L. Ex Europa, Sardinia.

17. L. carinata. M. Kielschuppige L. Ex Europa, Hungaria.

2. GENUS. Psammodromus. Psammodrom.

1. P. hispanicus, M. Spanischer P. Ex Europa, Hispania.

3. GENUS. Tropidosaura. Tropidosaure.

1. T. algira. m. Algierische T. (Lacerta algira. Linné.) Ex Europa, Hispania.

XII. FAMILIA. Scincoidea. Scincoiden.

2. GENUS. Scincus. Scink.

1. S. officinalis. Daudin. Officineller S. Ex Africa, Lybia.

3. GENUS. Tiliqua. Tilique.

1. T. scincoides. Gray. Scinkarlige T. Ex Australia, Nova Hollandia.

2. T. Gigas. m. Riesen T. (Scincus Gigas. Daudin.) Ex Asia, Insulis Molluccis.

3. T. fasciata. Mus. Vindob. Gebänderte T. Ex America, Brasilia.

4. GENUS. Mabuya. Mabuye.

1. M. quinquecarinata. m. Fünfkielige M. (Scincus quinquecarinatus. Kuhl.) Ex Asia, India et Insula Java.

2. M. carinata. m. Kielschuppige M. (Scincus carinatus. Daudin.) Ex Africa, Promontorio bonae spei.

3. M. multifasciala. m. Vielbänderige M. (Scincus multifasciatus. Kuhl.) Ex Asia, Insula Java.

4. M. trilineata. m. Dreilinige M. (Scincus trilineatus. Daudin.) Ex Africa, meridionali.

5. M. dubia, m. Zweifelhafte M. (Scincus dubius. Schreibers.) Ex Australia, Nova Hollandia.

6. M. capistrata. m. Gezäumte M. (Scincus capistratus. Schreibers.) Ex Africa, Aegypto.

7. M. longicollis. M. Langhälsige M. Patria ignota.

8. M. subcarinata. m. Schwachkielige M. (Scincus subcarinatus. Boie.) Ex Asia, Insula Java.

9. M. vallata. m. Verschanzte M. (Scincus vallatus. Mus. Paris.) Ex Australia, Insula Decres.

10. M. quinquetaeniata. m. Fünfbindige M. (Scincus qninqnetaeniatus. Lichtenstein.) Ex Africa, Aegypto et Nubia.

11. M. quinquelineata. m. Fünflinige M. (Scincus quinquelineatus. Daudin,) Ex America septentrionali.

12. M. agilis. m. Behende M. (Scincus agilis. Raddi.) Ex America, Brasilia.

13. M. sancta. m. Geheiligte M. (Scincus sanctus. Kuhl.) Ex Asia, Insula Java.

14. M. dominicensis. m. Domingo'sche M. (Lacertus Mabouya. La Cepede.) Ex America, Insula St. Dominici.

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15. M. ocellata. m. Geäugelte M. (Scincus ocellatus. Daudin.) Ex Africa, Aegypto, et Europa, Sardinia.

16. M. Serpens. m. Schlangenartige M. (Scincus Serpens Schneider.) Ex Asia, Insula Java.

6. GENUS. Seps. Seps.

1. S. Peronii. m. Peron's S. (Tetradactylus decresiensis. Mus. Paris.) Ex Australia, Insula Decres.

7. GENUS. Zygnis. Zygnis.

1. Z. decresiensis. m. Decresische Z. (Tridactylus decresiensis. Mus. Paris.) Ex Australia, Insula Decres.

2. Z. chalcidica. m. Chalcidartige Z. (Seps chalcidicus. Merrem.) Ex Europa, Sardinia et Italia.

3. Z. striata. M. Gestreifte Z. Ex Europa, Hispania.

8. GENUS. Scelotes. Scelote.

1. S. anguineus. m. Anguisartiger S. (Bipes anguineus. Merrem.) Patria ignola.

9. GENUS. Pygoclactylus. Pygodactyl.

1. P. Gronovii. Merrem. Gronov's P. Ex America, Brasilia.

XIII. FAMILIA. Anguinoidea. Anguinoiden.

1. GENUS. Anguis. Anguis.

1. A. fragilis. Linné. Gebrechliche A. Ex Europa, Austria et Hungaria.

2. A. Meleagris. Linné. Meleagris A. Ex America, Guiana.

XIV. FAMILIA. Amphisbaenoidea. Amphisbaenoiden.

1. GENUS. Chirotes. Chirole.

1. C. canaliculatus. Cuvier. Gefurchter C. Ex America, Mexico.

2. GENUS. Amphisbaena. Amphisbaene.

1. A. alba. Linné. Weisse A. Ex America, Brasilia.

2. A. fuliginosa. Linné. Rauchfleckige A. Ex America, Surinamia.

3. GENUS. Leposternon. Leposternon.

1. L. microcephalum. m. Kleinköpfiges L. (Leposternon microeephalus. Wagler.) Ex America, Brasilia.

XV. FAMILIA. Typhlopoidea. Typhlopoiden.

1. GENUS. Typhlops. Typhlops.

1. T. lumbricalis. Cuvier. Lumbricartiger T. Patria ignota.

2. T. nasutus. Cuvier. Langrüsseliger T. Ex America.

3. T. Braminus. Cuvier. Bramin T. Ex Asia, India.

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4. T. cinereus. Cuvier. Aschgrauer T. Ex Africa, Promontorio bonae epei.

5. T. lineatus. m. Lineirter T. (Acontias lineatus. Reinwardt.) Ex Asia, Insula Java.

XVI. FAMILIA. Gymnophthalmoidea. Gymnophthalmoiden.

1. GENUS. Ablepharus. Ablephar.

1. A. pannonicus. m. Pannonischer A. Ex Europa, Hungaria.

3. GENUS. Pygopus. Pygopus.

1. P. lepidopus. Merrem. Schuppenfüssiger P. Ex Australia, Nova Hollandia.

XVII. FAMILIA. Ilysioidea. Ilysioiden.

1. GENUS, llysia. Ilysie.

1. I. maculata. Hemprich. Gefleckte I. (Tortrix maculata. Oppel.) Ex Asia, India.

2. I. rufa. Hemprich. Rothe I. (Tortrix rufa. Oppel.) Ex Asia, Inclia.

3. I. Scytale. Hemprich. Scytale I. (Tortrix Scytale. Oppel.) Ex America, Surinamia.

XVIII. FAMILIA. Pythonoidea. Pythonoiden.

1. GENUS. Eryx. Eryx.

1. E. turcicus. Cuvier. Türkischer E. Ex Africa, Aegypto.

2. GENUS. Boa. Boe.

1. B. Scytale. Cuvier. Scytale B. Ex America, Brasilia.

2. B. regia. Shaw. Königliche B. Ex America, Brasilia.

3. B. Cenchris. Cuvier. Cenchris B. Ex America, Surinamia.

4. B. Constrictor. Cuvier. Umschlingende B. Ex America, Brasilia.

3. GENUS. Xiphosoma. Xiphosome.

1. X. canina. m. Hundsköpfige X. (Boa canina. Cuvier.) Ex America, Brasilia.

2. X. hortulana. m. Garten X. (Boa hortulana. Cuvier.) Ex America, Surinamia.

3. X. Enydris. m. Enydris X. (Boa Enydris. Linné.) Ex America, Brasilia.

4. X. carinata. m. Kielschuppige X. (Boa carinata. Cuvier.) Ex Asia, Insula Saparua.

4. GENUS. Python. Python.

1. P. Tigris. Cuvier. Tigerfleckiger P. Ex Asia, India.

2. P. javanicus. Cuvier. Javanischer P. Ex Asia, Insula Java.

3. P. reticulatus. Cuvier. Genetzter P. Ex Asia, Insula Java.

4. P. punctatus. Merrem. Punktirter P. Ex Australia, Nova Hollandia.

XIX. FAMILIA. Colubroidea. Colubroiden.

1. GENUS. Acrochordus. Acrochord.

1. A. javanicus. La Cepede. Javanischer A. Ex Asia, Insula Java.

4. GENUS. Disteira. Disteire.

1. D. Russelii. M. Russel's D. Ex Asia, India.

[page] 55

2. D. gracilis. m. Schmächtige D. (Hydrus gracilis Shaw.) Ex Asia, India.

3. D. fasciata. m. Gebänderte D. (Hydrophis fasciatus. Cuvier.) Ex Asia, India.

6. GENUS. Homalopsis. Homalopsis.

1. H. Cerberus. m. Cerberus. H. (Coluber Cerberus. Daudin.) Ex Asia, India.

2. H. monilis. Kuhl. Halsband H. Ex Asia, India.

3. H. angulatus. Boie. Gewinkelter H. Ex America, Surinamia.

4. H. obtusatus. Reinwardt. Stumpfrüsseliger H. Ex Asia, India.

5. H. Python. M. Pythonartiger H. Patria ingnota.

6. H. rufotaeniatus. M. Rothbindiger Ii. Patria ignota.

7. GENUS. Pseudoeryx. Pseudoeryx.

1. P. doliatus. m. Gegürteiter P. (Coluber doliatus. Linné.) Ex America, Surinamia.

2. P. pyrrhogrammus. M. Rothstreifiger P. Patria ignota.

3. P. Daudinii. m. Daudin's P. (Coluber plicatilis. Daudin.) Patria ignota.

4. P. subulatus. m. Pfriemenförmiger P. (Coluber subulatus. Gravenhorst.) Patria ignota.

5. P. schistosus. m. Schieferfarbiger P. (Coluber schistosus. Daudin.) Ex Asia, India.

6. P. aeneus. m. Erzfarbiger P. (Coluber aeneus. Hemprich.) Ex America, Brasilia.

7. P. strigiventris. M. Bauchstreifiger P. Patria ignota.

10. GENUS. Clelia. Clelie.

1. C. peruviana, m. Peruanische C. (Coluber peruvianus. Gravenhorst.) Ex America, Brasilia.

2. C. Daudinii. m. Daudins C, (Coluber Clelia. Daudin.) Ex America, Surinamia.

3. C. Mikani. Mus. Vindob. Mikau's C. Ex America, Brasilia.

12. GENUS. Duberria. Duberrie.

1. D. Dumerilii. M. DumeriPs D. Patria ignota.

2. D. melanocephala. m. Schwarzköpfige D. (Coluber melanocephalus. Linné.) Ex America, Brasilia.

3. D. amoena. M. Angenehme D. Patria ignota.

4. D. Hemprichii. M. Hemprich's D. Ex America septentrionali.

5. D. arctiventris. m. Schmalbauchige D. (Coluber arctiventris. Daudin.) Patria ignota.

6. D. Baliodeira. m. Halsfleckige D. (Coluber Baliodeira. Kuhl.) Ex Asia, Insula Java.

7. D. badia. M. Rothbraune D. Patria ignota.

8. D. Boiei. M. Boie's D. Patria ignota.

9. D. Cenchrus. m. Cenchrus D. (Coluber Cenchrus. La Cepede.) Patria ignota.

10. D. cana. m. Bleichgraue D. (Coluber canus. Linné.) Ex Africa, Promontorio bonae spei.

11. D. obscura. m. Dunkle D. (Coluber obscurus. Daudin.) Ex Asia, India.

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12. D. Alidras. m. Alidras D. (Coluber Alidras. Linné.) Patria ignota.

13. D. Maximiliani. M. Maximilian's D. Ex America septentrionali.

14. D. plumbea. m. Bleifarbige D. (Coluber plumbeus. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

15. D. cinerascens. Mus. Vindob. Aschgraue D. Ex America, Brasilia.

16. D. Chrysogastcr. m. Goldbauchige D. (Coluber chrysogaster. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

17. D. bivittala. Mus. Vindob. Zweibindige D. Ex America, Brasilia.

18. D. quinquelineata. m. Fünflinige D. (Coluber quinquelineatus. Raddi.) Ex America, Brasilia.

19. D. Aurora, m. Aurora D. (Coluber Aurora. Linné.) Ex America septentrionali.

20. D. prophyriaca. m. Porphyrfleckige D. (Coluber porphyriacus. Shaw.) Ex Australia, Nova Hollandia.

21. D. venuslissima. m. Schönste D. (Coluber venustissimus. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

22. D. formosa. m. Prächtige D. (Coluber formosus. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

23. D. lumbricoidea. m. Lumbricartige D. (Calamaria lumbricoidea. Boie.) Ex Asia, Insula Java.

24. D. tessellata. m. Gewürfelte D. (Calamaria tessellata. Boie.) Ex Asia, Insula Java.

13. GENUS. Oligodoii. Oligodon.

1. O. bitorquatus. m. Doppel - Halsband O. (Oligodon bitorquatum. Boie.) Ex Asia, Insula Java.

14. GENUS. Pseudoelaps. Pseudoelaps.

1. P. pantherinus. m. Pantherfleckiger P. (Coluber pantherinus.) Patria ignota.

2. P. Zeae. m. Zeafleckiger P. (Coluber Zeae. Gravenhorst.) Ex America septentrionali.

3. P. Getulus. m. Getulus P. (Coluber Getulus. Linné.) Ex America septentrionali.

4. P. cingulatus. M. Gegürlelter P. Patria ignota.

5. P. agilis. m. Behender P. (Coluber agilis. Linné.) Patria ignota.

6. P. atrocinctus. m. Schwarzgürteliger P. (Coluber atrocinctus. Daudin.) Patria ignota.

15. GENUS. Heterodon. Heterodon.

1. H. simus. m. Affennasen H. (Coluber simus. Linné.) Ex America septentrionali.

2. H. Vipera. M. Viperartiger H. Ex America septentrionali.

16. GENUS. Rhinostoma. Rhinostome.

1. R. rufo-fusca. M. Rothbraune R. Ex America, Insula St. Dominici.

2. R. proboscidea. Mus. Vind. Langrüsselige R. Ex America, Brasilia.

17. GENUS. Xenodon. Xenodon.

1. X. caeruleus. m. Lichtblauer X. (Coluber caeruleus. Linné.) Ex America, Brasilia.

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2. X. Severus. Boie. Strenger X. Ex America, Surinamia.

3. X. rabdocephalus. Boie. Gestriemtköpfiger X. Ex America, Brasilia.

4. X. uniporus. m. Einporiger X. (Coluber uniporus. Hemprich.) Ex America, Brasilia.

5. X. Merremii. m. Merrem's X. (Ophis Merremii. Wagler.) Ex America, Brasilia.

18. GENUS. Lycodon. Lycodon.

1. L. unicolor. Boie. Einfärbiger L. Ex Asia, India.

2. L. aulicus. Boie. Hof L. Patria ignota.

3. L. capucinus. Boie. Kapuziner L. Ex Asia, Insula Java.

19. GENUS. Coluber. Coluber.

1. C. rufescens. Gmelin. Röthlicher C. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

2. C. Minervac. Linné. Minerva's C. Patria ignota.

3. C. Dhara. Gmelin. Dhara C. Ex Africa, Aegypto.

4. C. rufulus. Hemprich. Bleichrother C. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

5. C. fuscescens. M. Bräunlicher C. Patria ignota.

6. C. porosus. M. Schuppenporiger C. Ex America, Insula St. Dominici.

7. C. Typhius. Linné. Blinder C. Ex America, Surinamia.

8. C. caesius. M. Bleichblaner C. Patria ignota.

9. C. modestns. Maximilian von Neuwied. Bescheidener C. Ex America, Brasilia.

10. C. eyaneus. Linné. Hochblauer C. Ex America, Brasilia.

11. C. Oppelii. M. Oppel's C. Ex America septentrionali.

12. C. Constrictor. Linné. Umschlingender C. Ex America septentrionali.

13. C. Neumayeri. M. Neumayer's C. Ex Europa, Dalmatia.

14. C. viridiflavus. La Cepede. Grüngelber C. Ex Europa, Italia.

Var. α. C. v. carbonarius. m. Kohlenfarbiger G. C. (Coluber carbonarius, Schreibers.) Ex Europa, Italia.

15. C saturninus. Linné. Saturnischer C. Patria ignota.

16. C. Korros. Reinwardt. Korros C. Ex Asia, Insula Java.

17. C Reginae. Linné. Königinn C. Ex America, Brasilia.

18. C. Schottii. Mus. Vindob. Schott's C. Ex America, Brasilia.

19. C. Merremii. Maximilian von Neuwied. Merrem's C. Ex America, Brasilia.

20. C. miliaris. Linné Exanthemfleckiger C. Ex America, Brasilia.

21. C. Cobella. Linné. Cobella C. Ex America, Brasilia.

22. C. collaris. M. Halsband C. Patria ignota.

23. C. Partschii. M. Partsch's C. Patria ignota.

24. C. rhombcatus. Linné. Rhombenfleckiger C. Patria ignota.

25. C. Aristotelis. Merrem. Aristoteles's C. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

26. C. austriacus. m. Oesterreichischer C. Ex Europa, Austria, Hungaria et Italia.

27. C. vivax. Schreibers. Lebhafter C. Ex Europa, Illyria.

28. C. domesticus. Linné. Haus C. Ex Africa, Barbaria.

29. C. Hippocrepis. Linné. Pferdehuf C. Ex Africa, Barbaria.

30. C. Liehtensteinii. Maximilian von Neuwied. Lichtenstein's C. Ex America, Brasilia.

31. C. similis. Mus. Vindob. Aehnlicher C. Ex America, Brasilia.

8

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32. C. affinis. Mus. Vindob. Verwandter C. Ex America, Brasilia.

33. C. dorsalis. M. Rücken fleckiger C. Patria ignota.

34. C. undulatus. Maximilian von Neuwied. Gewellter C. Ex America, Brasilia.

35. C. funestus. Mus. Vindob. Betrübter C. Ex America, Brasilia.

36. C. caspius. Lepechin. Caspiscber C. Ex Europa, Hungaria.

37. C. flavolineatus. Reinwardt. Gelbliniger C. Ex Asia, Insula Java.

38. C. radiatus. Reinwardt. Gestrahlter C. Ex Asia, Insula Java.

39. C. lineatus. Linné. Lineirter C. Patria ignota.

40. C. Chamissoni. Hemprich. Chamisso's C. Ex America, Brasilia.

41. C. melauogrammus. M. Schwarzstreifiger C. Ex America, Insula St. Dominici.

42. C. Pethola. Linné. Pethola C. Ex America, Brasilia.

43. C. alternans. Lichtenstein. Abwechselnder C. Ex America, Brasilia.

44. C. laevicollis. Maximilian von Neuwied. Glatthälsiger C. Ex America, Brasilia.

45. C. Acsculapii. m. Aesculap's C. Ex Europa, Austria, Hungaria et Italia.

Var. α. C. A. niger. m. Schwarzer A. C. Ex Europa, Austria.

46. C. Dora. Daudin. Dora C. Ex Asia, India.

47. C. umbratus. Daudin. Beschatteter C. Ex Asia, India.

48. C. quadrilineatus. Daudin. Vierliniger C. Ex Europa, Gallia.

49. C. quinquefasciatus. Reinwardt. Fünfbänderiger C. Ex Asia, Insula Java.

50. C. melanozostus. Gravenhorst. Schwarzliniger C. Ex Asia, India.

51. C. vittatus. Linné. Binden C. Ex Asia, Insula Java.

52. C. aestivus. Linné. Sommer C. Ex America septentrionali.

53. C. chrysargus. Kuhl. Goldglänzender C. Ex Asia, Insula Java.

54. C. snbminiatus. Reinwardt. Schwachrother C. Ex Asia, Insula Java.

55. C. trianguligerus. Reinwardt. Dreyeckfleckiger C. Ex Asia, Insula Java.

56. C. scaber. Linné. Rauher C. Patria ignota.

57. C. Aldrovandi. Merrem. Aldrovands C. Ex America septentrionali.

58. C. ordinatus. Linné. Geordneter C. Ex America septentrionali.

59. C. Nattereri. Mikan. Natterer's C. Ex America, Brasilia.

60. C. striatulus. Linné. Kielstreifiger C. Ex America septentrionali.

61. C. pusillus. M. Kleiner C. Ex America septentrionali.

62. C. nuchimacula. M. Nackenfleckiger C. Patria ignota.

63. C. tessellatus. m. Gewürfelter C. Ex Europa, Austria, Hungaria, Carinthia, Italia, Helvetia et Gallia.

64. C. Natrix. Linné. Schwimmender C. Ex Europa, Austria.

Var. α. C. N. minax. m. Drohender S. C. (Coluber minax. Schreibers.) Ex Europa, Austria, Hungaria et Italia.

Var. β. C. N. murorum. m. Mauerliebender S. C. (Coluber murorum. Vest.) Ex Europa, Hungaria, Carinthia et Italia.

65. C. stolatus. Linné. Bekleideter C. Ex Asia, India.

66. C. Blochii. Hemprich. Bloch's C. Patria ignota.

67. C. trivittatus. M. Dreybindiger C. Ex America septenlrionali.

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68. C. Saurita. Linné. Eidechsen C. Ex America septentrionali.

69. C. fasciatus. Linné. Gebänderter C. Ex America septentrionali.

70. C. Enzelii. M. Enzel's C. Ex America septentrionali.

20. GENUS. Coronella. Coronelle.

1. C. macroura. M. Langschwänzige C. Patria ignota.

2. C. flaviventris. Mus. Vindob. Gelbbauchige C. Ex America, Brasilia.

3. C. Blumenbachii. m. Blumenhach's C. (Coluber Blumenbachii. Merrem.) Ex Asia, India.

4. C. Treuensteiuii. Mus. Vindob. Treuenstein's C. Ex America, Brasilia.

5. C. Pohlii. Mus. Vindob. Pohl's C. Ex America, Brasilia.

6. C. almadensis. m. Almadische C. (Natrix almadensis. Wagler.) Ex America, Brasilia.

7. C. Schereri. M. Scherer's C. Patria ignota.

8. C. triscalis. m. Dreyfurchige C. (Coluber triscalis. Linné.) Patria ignota.

9. C. lincolata. M. Zartlinige C. Patria ignota.

10. C. Spixii. Mus. Vindob. Spix's C. Ex America, Brasilia.

11. C. Maximiliani. m. Maximilian's C. (Coluber Maximiliani. Merrem.) Ex Asia, Amboina.

12. C. Lichtensteinii. M. Lichtenstein's C. Patria ignota.

13. C. geoffroana. M. Geoffroy'sche C. Patria ignota.

14. C. Agnellii. M. Agnello's C. Ex Africa, Aegypto.

15. C. viridissima. m. Hochgrüne C. (Coluber viridissimus. Linné.) Patria ignota.

16. C. narica. Mus. Vindob. Langrüssclige C. Ex America, Brasilia.

21. GENUS. Psammophis. Psammophis.

1. P. crucifer. Boie. Kreuztragender P. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

2. P. sibilans. Boie. Zischender P. Ex Africa, Aegypto.

22. GENUS. Malpolon. Malpolon.

1. M. lacertinus. m. Eidechsenköpfiger M. (Natrix lacertina. Wagler.) Ex America, Brasilia.

2. M. purpurascens. m. Purpurschimmernder M. (Coluber purpurascens. Gmelin.) Ex Africa, Aegypto.

23. GENUS. Dipsas. Dipsas.

1. D. Weigelii. m. Weigel's D. (Coluber Cenchoa. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

2. D. Cenchoa. m. Cenchoa D. (Coluber Cenchoa. Linné.) Patria ignota.

3. D. gracilis. Hemprich. Schmächtiger D. Patria ignota.

4. D. dendrophilus. Reinwardt. Baumliebender D. Ex Asia, Insula Java.

5. D. audax. m. Kühner D. (Coluber audax. Daudin.) Patria ignota.

6. D. multimaculatus. Reinwardt. Vielfleckiger D. Ex Asia, Insula Java.

7. D. laevis. m. Glatter D. (Amplycephalus laevis. Kuhl.) Ex Asia, Insula Java.

8. D. carinatus. Reinwardt. Kielschuppiger D. Ex Asia, Insula Java.

8 *

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24. GENUS. Boiga. Boige.

1. B. irregularis. m. Unregelmässige B. (Ilurria irregularis. Merrem.) Ex Asia, Insulis Molluccis.

2. B. leucocephala. m. Weissköpfige B. (Coluber lcucocephalus. Mikan.) Ex America, Brasilia.

25. GENUS. Sibon. Sibon.

1. S. annulatus. m. Geringelter S. (Coluber annulatus. Linné.) Ex America, Brasilia.

2. S. nebulatus. m. Gewölkter S. (Coluber nebulatus. Linné.) Patria ignota.

3. S. catenularis. m. Kettenstreifiger S. (Coluber catenularis. Daudin.) Ex Asia, India.

26. GENUS. Dendrophis. Dendrophis.

1. D. decorus. Boie. Gezierter D. Ex Asia, Insula Java.

2. D. Pelias. m. Pelias D. (Coluber Pelias. Linné.) Ex Africa, Aegypto.

3. D. Ahaetulla. Boie. Ahaetulla D. Ex America, Brasilia.

27. GENUS. Chironius. Chiron.

1. C. Longicauda. M. Langscbwänziger C. Ex America, Insula St. Dominici.

2. C. Leuckarti. M. Leuckart's C. Patria ignota.

3. C. Dione. m. Dione C. (Coluber Dione. Pallas.) Ex Asia, Tataria.

4. C. carinatus. m. Rückenkieliger C. (Coluber carinatus. Linné.) Patria ignota.

28. GENUS. Tyria. Tyrie.

1. T. Dahlii. M. Dahl's T. Ex Europa, Dalmatia.

2. T. Linnaei. m. Linné's T. (Coluber Tyria. Linné.) Ex Africa, Aegypto.

3. T. Ibiboca. m. Ibiboca T. (Coluber Ibiboca. La Cepede.) Patria ignota.

4. T. Kollari. M. Kollar's T. Patria ignota.

5. T. oxycephala. m. Spilzköpfige T. (Coluber oxycephalus. Reinwardt.) Ex Asia, Insula Java.

6. T. exoleta. m. Veraltete T. (Coluber exoletus. Linné.) Ex America, Brasilia.

7. T. quadricarinata. Mus. Vindob. Vierkielige T. Ex America, Brasilia.

8. T. pullata. m. Trauernde T. (Coluber pullalus. Linné.) Ex America, Brasilia.

9. T. poëcilostoma. m. Buntmaulige T. (Coluber poécilostoma. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

10. T. ornata. m. Gezierte T. (Coluber ornatus. Shaw.) Ex Asia, India.

11. T. Schreibersii. M. Schreibers's T. Patria ignota.

12. T. Cloquetii. M. Cloquet's T. Patria ignota.

29. GENUS. Dryophis. Dryophis.

1. D. fulgidus. m. Glänzender D. (Coluber fulgidus. Daudin.) Patria ignota.

2. D. viridis, m. Grüner D. (Coluber viridis. Bonnaterre). Patria ignota.

3. D. purpurascens. m. Purpurschimmernder D.(Coluber purpurascens. Shaw.) Ex Asia, India.

4. D. myclerizans, m. Rümpfrüsseliger D. (Colubermyctcrizans. Linné.) Patria ignota.

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5. D. flagelliformis. m. Peltschenförmiger D. (Coluber flagelliformis. Daudin.) Ex Asia, Insula Java.

6. D. nasutus. m. Langrüsseliger D. (Coluber nasutus. La Cepede.) Ex America septentrionali.

7. D. hammatorhynchus. m. Knotenrüsseliger D. (Coluber mycterizans. Daudin.) Ex Asia, India.

8. D. lophorhynchus. M. Kammrüsseliger D. Patria ignota.

XX. FAMILIA. Bungaroidea. Bungaroiden.

3. GENUS. Bungarus. Bungar.

1. B. caeruleus. Daudin. Blauer B. Ex Asia, India.

2. B. semifasciatus. Oppel. Halbgebänderter B. Ex Asia, Insula Java.

3. B. Ferrum-equinum. Kuhl. Hufeisen B. Ex Asia, Insula Java.

4. B. annularis. Daudin. Geringelter B. Ex Asia, India.

4. GENUS. Trimeresurus. Trimeresur.

1. T. colubrinus. M. Coluberartiger T. Patria ignota.

5. GENUS. Naja. Naje.

1. N. vera. Hemprich. Wahre N. Ex Asia, India.

2. N. Sputatrix. Reinwardt. Geifernde N. Ex Asia, Insula Java.

3. N. Haje. Cuvier. Haje N. Ex Africa, Aegypto.

4. N. leucocephala. m. Weissköpfige N. (Cerastes coronatus. Laurenti.) Ex Africa, Aegypto.

5. N. Hoelleik. m. Hoelleik N. (Coluber Hoelleik. Forskåi.) Ex Africa, Aegypto.

XXI. FAMILIA. Viperoidea. Viperoiden.

1. GENUS. Platurus. Platur.

1. P. fasciatus. Latreille. Gebänderter P. Ex Asia, India.

2. GENUS. Elaps. Elaps.

1. E. corallinus. m. Corallenfärbiger E. (Coluber corallinus. Raddi.) Ex America, Brasilia.

2. E. Psyches. Cuvier. Psyche's E. Ex America, Brasilia.

3. E. fulvius. Cuvier. Rothgelber E. Ex America septentrionali.

4. E. Ibiboboca. Merrem. Ibiboboca E. Ex America, Brasilia.

5. E. affinis. Hemprich. Verwandter E. (Coluber cinetus. Gravenhorst.) Patria ignota.

6. E. lemniscatus. Cuvier. Gezierter E. Ex America meridionali.

7. E. surinamensis. Cuvier. Surinamischer E. Ex America, Surinamia.

8. E. Schneideri. M. Schneider's E. Patria ignota.

9. E. Latonia. Cuvier. Latonia E. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

10. E. lacteus. Cuvier. Milchfleckiger E. Patria ignota.

11. E. furcatus. Merrem. Gabelstreifiger E. Ex Asia, Insula Java.

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12. E. clegantissimus. m. Zierlichster E. (Coluber elegantissimus. Laurenti.) Patria ignota.

3. GENUS. Sepedon. Sepedon.

1. S. Haemachates. Merrem. Halbachat S. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

2. S. Brongniardii. M. Brongniard's S. Patria ignota.

4. GENUS. Vipera. Vipere.

1. V. Berus. Daudin. Berus V. Ex Europa, Silesia, Bohemia, Carinthia et Italia.

Var. α. V. B. nigra, m. Schwarze B. V. Ex. Europa, Bohcmia, Hungaria et Carinthia.

2. V. Chersea. m. Chersca V. Ex Europa, Anglia, Bohemia, Austria et Carinthia.

Var. α. V. C. Prester. Prester C. V. (Coluber Prester. Linné.) Ex Europa, Austria.

3. V. Redi, Daudin. Redi V. Ex Europa, Italia.

5. GENUS. Cobra. Cobre.

1. C. Ammodytes. m. Ammodytes C. (Coluber Ammodyles. Linné.) Ex Europa, Hungaria, Carinthia, Illyria et Italia.

2. C. arietans. Merrem. Stosscnde C. Ex Africa, Promontorio bonae spei.

3. C. Cleopatrae. m. Clcopatra's C. (Aspis CIcopatrac. Laurenti.) Ex Africa, Aegypto.

4. C. Atropos. m. Atropos C. (Coluber Atropos. Linné.) Palria ignota.

6. GENUS. Aspis. Aspis.

1. A. ocellata. m. Geäugelte A. (Vipera ocellata. Latreille.) Ex Africa, Aegypto.

2. A. Cerastes. m. Cerastes A. (Coluber Cerastes. Linné.) Ex Africa, Aegypto.

7. GENUS. Acanthophis. Acanthophis.

1. A. cerastinus. Daudin. Cerastesartiger A. Ex Australia, Nova Hollandia.

XXII. FAMILIA. Crotaloidea. Crotaloiden.

1. GENUS. Trigonocephalus. Trigonocephal.

1. T. Halys. Lichtenstein. Halys T. Ex Asia, Sibiria.

2. T. praetexatus. Hemprich. Geschmückter T. (Vipera praetexata. Gravenhorst.) Ex Asia, Insula Java.

2. GENUS. Craspedocephalus. Craspedocephal.

1. C. puniceus. Kuhl. Rothbrauner C. Ex Asia, Insula Java.

2. C. lanceolatus. m. Lanzenköpfiger C. (Coluber lanceolatns. La Gepede.) Ex America.

3. C. Jararaca. m. Jararaca C. (Cophias Jararaca. Merrem.) Ex America, Brasilia.

4. C. Weigelii. m. Weigel's C. (Vipera Weigelii. Daudin.) Ex America, Brasilia.

5. C. atrox. m. Grimmiger C. (Coluber atrox. Linné.) Patria ignota.

6. C. Daboia. m. Daboia C. (Coluber Daboia. La Cepede.) Ex America, Brasilia.

7. C. pictus. m. Bemahlter C. Ex America, Brasilia.

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3. GENUS. Tisiphone. Tisiphone.

1. T. cuprea. M. Kupferfarbige T. Ex America septentrionali.

4. GENUS. Lachesis. Lachesis.

1. L. rhombeata. Maximilian von Neuwied. Rhombenfleckige L. Ex America, Brasilia.

5 GENUS. Caudisona. Caudisone.

1. C. miliaria. m. Exanthemfleckige C. (Crotalus miliarius. Linné.)_Ex America septentrionali.

6. GENUS. Crotalus. Crotal.

1. C. horridus. Linné. Schrecklicher C. Ex America, Brasilia.

2. C. Catesbaci. Hemprich. Catesby's C. Ex America septentrionali.

IV. TRIBUS. Nuda. Nuden.

I. FAMILIA. Coeci1ioidea. Coecilioiden.

1. GENUS. Coecilia. Coecilie.

1. C. annulata. Mikan. Geringelte C. Ex America, Brasilia.

2. C. lumbricoides. Cuvier. Lumbricartige C. Patria ignota.

2. GENUS. Ichthyophis. Ichthyophis.

1. I. Hasseltii. M. Hasselt's I. Ex Asia, Insula Java.

II. ORDO. Dipnoa. Dipnoën.

I. TRIBUS. Mutabilia. Mutabilien.

I. FAMILIA. Ranoidea. Ranoiden.

1. GENUS. Hyla. Hyle.

1. H. hypochondrialis. Latreille. Weichenstreifige H. Ex America, Surinamia.

2. H. bicolor. Daudin. Zweyfärbige H. Ex America; Brasilia.

3. H. Nasus. Lichtenstein. Langrüsselige H. Ex America; Brasilia.

4. H. raddiana. m. Raddi'sche H. (H. lateralis Raddi.) Ex America, Brasilia.

5. H. viridis. Daudin. Grünè. H. Ex Europa, Austria.

6. H. bufonoides. Mus. Paris. Bufoartige H. Ex Australia, Nova Hollandia.

7. H. X-signata. Spix. X-bezeichnete H. Ex America, Brasilia.

8. H. Squirella. Daudin. Squirella H. Ex America septentrionali.

9. H. occipitalis. Mus. Vindob. Hinterhauptschorfige H. Ex America, Brasilia.

10. H. boans. Daudin. Brüllende H. Ex America, Surinamia.

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11. H. papillaris. Spix. Kleinwarzige H. Ex America, Brasilia.

12. H. Faber. Maximilian von Neuwied. Schmied H. Ex America, Brasilia.

13. H. Valanciennii. M. Valancienne's H. Patria ignota.

14. H. venulosa. Daudin. Geaderte H. Ex America, Surinamia.

15. H. bufonia. Spix. Bufoförmige H. Ex America, Brasilia.

16. H. albomarginata. Spix. Weissrandige H. Ex America, Brasilia.

17. H. frontalis. Daudin. Stirnfleckige H. Ex America, Brasilia.

18. H. lactea. Daudin. Milchweisse H. Ex America, Brasilia.

19. H. palmata. Daudin. Schwimmbäutige H. Ex America, Virginia.

20. H. galeata. M. Gehelmte H. Patria ignota.

21. H. marmorata. Daudin. Marmorfleckige H. Ex America, Brasilia.

2. GENUS. Calamita. Calamite.

1. C. cyanea. m. Hochblaue C. (Hyla cyanea. Daudin.) Ex Australia, Nova Hollandia.

3. GENUS. Hylodes. Hylode.

1. H. Gravenhorstii. Mus. Vindob. Gravenhorst's H. Ex America, Brasilia.

2. H. ranoides. m. Ranartige H. (Hyla ranoides. Spix.) Ex America, Brasilia.

4. GENUS. Rana. Rane.

1. R. pygmaea. Spix. Zwerg R. Ex America, Brasilia.

2. R. punctata. Daudin. Punctirte R. Ex Europa, Gallia.

3. R. ocellata. Daudin. Geäugelte R. Ex America, Brasilia,

4. R. marginata. Linné. Rückenrandige R. Ex America, Brasilia.

5. R. Oppelii. M. Oppel's R. Patria ignota.

6. R. grnnniens. Daudin. Grunzende R. Ex America septentrionali.

7. R. tigrina. Merrem. Tigerfleckige R. Ex Asia, India.

8. R. pipiens. Daudin. Piepende R. Ex America septentrionali.

9. R. hispanica. M. Spanische R. Ex Europa, Hispania.

10. R. esculenta. m. Essbare R. Ex Europa, Austria, Hungaria et Italia.

11. R. temporaria. m. Schläfenfleckige R. Ex Europa, Austria et Italia.

12. R. alpina. m. Alpen R. Ex Europa, Austria et Styria.

13. R. paradoxa Daudin. Wunderbare R. Ex America, Surinamia.

5. GENUS. Ceratophrys. Ceratophrys.

1. C. varia. m. Veränderliche C. (Ceratophrys varius. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

6. GENUS. Leptodactylus. Leptodactyl.

1. L. Typhonia. m. Pfeifender L. (Rana Typhonia. Daudin.) Ex America, Virginia.

2. L. Sibilatrix. m. Zischender L. (Rana Sibilatrix. Maximilian von Neuwied.) Ex America, Brasilia.

3. L. mystaceus. m. Gebarteter L. (Rana mystacea. Spix.) Ex America, Brasilia.

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II. FAMILIA. Bufonoidea. Bufonoiden.

1. GENUS. Bufo. Bufo.

1. B. obstetricans. Daudin. Geburtshelfender B. Ex Europa, Gallia.

2. B. Calamita. Daudin. Calamita B. Ex Europa, Germania el Gallia.

3. B. bengalensis. Daudin. Bengalischer B. Ex Asia, Bengala.

4. B. Agua. Daudin. Agua B. Ex America, Brasilia.

5. B. Lazarus. Spix. Lazarus B. Ex America, Brasilia.

6. B. scaber. Daudin. Rauher B. Ex Asia, Insula Java.

7. B. Spixii. m. Spix's B. (Bufo scaber. Spix.) Ex America, Brasilia.

8. B. albicans. Spix. Weisslicher B. Ex America, Brasilia.

9. B. margaritifer. Daudin. Perlentragender B. Ex America, Brasilia.

10. B. dorsalis. Spix. Rückenstrcifiger B. Ex America, Brasilia.

11. B. Hemprichii. M. Hemprich's B. Ex Africa, Aegypto.

12. B. viridis. Laurenti. Grüner B. Ex Europa, Austria et Italia.

13. B. variabilis. Pallas. Veränderlicher B. Ex Asia, Sibiria.

14. B. nubicus. M. Nubischer B. Ex Africa, Nubia.

15. B. vulgaris. Daudin. Gemeiner B. Ex Europa, Austria, et Italia, et Asia, Sibiria.

III. FAMILIA. Bombinatoroidea. Bombinatoroiden.

1. GENUS. Bombinator. Bombinator.

1. B. plicatus. m. Gefalteter B. (Rana plicata. Daudin.) Ex Europa, Gallia.

2. B. igneus. m. Fenerbauchiger B. Ex Europa, Austria et Italia.

3. B. fuscus. m. Braunfleckiger B. Ex Europa, Austria.

2. GENUS. Stombus. Stomb.

1. S. cornutus. Gravenhorst. Gehörnter S. Ex America, Brasilia.

3. GENUS. Physalaemus. Physalaem.

1. P. Cuvieri. Mus. Vindob. Cuvier's P. Ex America, Brasilia.

4. GENUS. Eugystoma. Engystome.

1. E. ovalis. m. Eiförmige E. (Rana ovalis. Schneider.) Ex Asia, India.

2. E. gibbosa. m. Höckerige E. (Rana gibbosa. Linné.) Ex Asia, India.

3. E. ventricosa. m. Bauchige E. (Rana ventricosa Linné.) Patria ignota.

5. GENUS. Brachycephalus. Brachycephal.

1. B. Ephippium. m. Gesattelter B. (Bufo ephippium. Spix.) Ex America, Brasilia.

IV. FAMILIA. Pipoidea. Pipoiden.

1. GENUS. Pipa. Pipe.

1. P. dorsigera. Cuvier. Rückentragende P. Ex America, Surinamia.

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V. FAMILIA. Salamandroidea. Salamandroiden.

1. GENUS. Salamandra. Salamandre.

1. S. atra. Laurenti. Schwarze S. Ex Europa, Austria et Carinthia.

2. S. maculosa. Laurenti. Gefleckte S. Ex Europa, Austria.

3. S. Gravenhorstii. Leuckart. Gravenhorst's S. (Salamandra opaca Gravenhorst.) Ex America septentrionali.

4. S. venenosa. Daudin. Giftige S. Ex America septentrionali.

2. GENUS. Salamandrina. Salamandrine.

1. S. perspicillata. m. Brillen S. (Salamandra perspicillala. Savi.) Ex Europa, Italia.

3. GENUS. Triton. Triton.

1. T. ruber. m. Rother T. (Salamandra rubra. Daudin.) Ex America septentrionali.

2. T. ocellatus. M. Geäugelter T. Ex America septentrionali.

3. T. alpestris. Laurenti. Alpen T. Ex Europa, Bavaria, Austria et Italia.

4. T. marmoratus. Cuvier. Marmorfleckiger T. Ex Europa, Gallia.

5. T. cristatus. Cuvier. Gekämmter T. Ex Europa, Austria, Hungaria et Italia.

6. T. similis. M. Aehnlicher T. Ex America septentrionali.

7. T. palmatus. Cuvier. Schwimmhäutiger T. Ex Europa, Gallia.

8. T. punctatus. Cuvier. Punctirter T. Ex Europa, Austria.

II. TRIBUS. Immutabilia. Immutabilien.

I. FAMILIA. Cryptobranchoidea. Cryptobranchoiden.

1. GENUS. Cryptobranchus. Cryptobranch.

1. C. salamandroides. Leuckart. Salamandrenähnlicher C. Ex 'America septentrionali.

II. FAMILIA. Phaenerobranchoidea. Phaenerobranchoiden.

1. GENUS. Phaenerobranchus. Phaenerobranch.

1. P. Cepedii. m. Cepede's P. (Proteus tetradactylus. La Cepede.) Ex America septentrionali.

2. GENUS. Hypochthon. Hypochthon.

1. H. Laurentii. Merrem. Laurenti's H. Ex Europa, Carniolia.

3. GENUS. Siren. Siren.

1. S. lacertina. Linné. Eidechsenartige S. Ex America septentrionali.

Wien, gedruckt bei Ferdinand Ullrich.

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Citation: John van Wyhe, editor. 2002-. The Complete Work of Charles Darwin Online. (http://darwin-online.org.uk/)

File last updated 18 March, 2014